Polizei: „Cybercrime ist großes Thema“

Erstellt am 07. April 2022 | 04:35
Lesezeit: 3 Min
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Siegfried Pischa an seinem neuen Arbeitsplatz im Bezirkspolizeikommando.
Foto: Susanne Müller
Siegfried Pischa ist der neue Referent für den Kriminaldienst im Bezirkspolizeikommando von Bruck.
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Das Bezirkspolizeikommando wird seit kurzem von Siegfried Pischa verstärkt. Seit dem Wechsel von Thomas Pölzl zur Polizeiinspektion Vösendorf musste Bezirkspolizeikommandantin Sabine Zentner das Kommando im Bezirk ja quasi alleine bestreiten. Pischa übernimmt hier nun die Aufgaben des Kriminaldienst-Referenten. Dazu gehört neben dem sogenannten koordinierten Kriminaldienst auch die Schulung in dem Bereich, die Koordinierung von größeren Amtshandlungen und „alles, was sonst an alltäglicher Arbeit am Bezirkspolizeikommando anfällt“, sagt Pischa im Gespräch mit der NÖN.

Der neue zweite Mann im Bezirkskommando ist im Bezirk keineswegs ein Unbekannter. Zuletzt war der 48-Jährige dem BVT zugeteilt und am Flughafen für die VIPs und Politiker zuständig. Den Großteil der letzten 20 Jahre versah der gebürtige Schwadorfer allerdings bei der Polizeiinspektion Leopoldsdorf Dienst. Die letzten 15 Jahre war er dort als Kommandant-Stellvertreter tätig. „Ich war fast ausschließlich im Kriminaldienst, deshalb hat sich die Stelle hier für mich natürlich angeboten“, erzählt Pischa, dessen Laufbahn eigentlich 1993 bei der Zollwache begann. „1997 bin ich dann zur Gendarmerie gewechselt und habe 2000 den Dienstführenden Kurs gemacht“, so Pischa, der heute in Gallbrunn lebt.

Täter sitzen meist nicht im Inland

Im Bezirkspolizeikommando will er sich nicht zuletzt dem Thema Cybercrime widmen. „Die Internet-Kriminalität stellt uns als Kriminalpolizei vor sehr große Herausforderungen“, sagt Pischa. Es sei daher wichtig, die Kriminaldienst-Gruppen entsprechend zu schulen, sodass sie Erstmaßnahmen setzen können und mit den IT-Spezialisten entsprechend zusammenarbeiten können. „Das ist extrem schwierig, auch, weil die Täter meist nicht im Inland sitzen“, verweist Pischa darauf, dass die Verfolgung dieser Täter ein „ganz anderes Einschreiten erfordert, als dies sonst im Polizeidienst der Fall ist.“

Als Kriminaldienst-Referent ist Pischa im Bezirk nun für knapp 25 Kollegen zuständig, die schwerpunktmäßig im Kriminaldienst tätig sind. „Auf jeder größeren Dienststelle sollten das drei Personen sein“, so Pischa.

Insgesamt sei sein Ziel in seiner neuen Aufgabe, „natürlich sämtliche Delikte zu senken und eine möglichst große Sicherheit für die Bevölkerung zu bieten.“ Ein besonderes Anliegen sei ihm dabei, gegen Gewalt in der Privatsphäre vorzugehen. „Da ist es wichtig, dass wir Präventionsbeamte haben. Da sind wir zum Glück gut aufgestellt“, erklärt Pischa, dass diese Kollegen nach jeder Wegweisung Gespräche mit den Weggewiesenen führen, aber auch Kontakt mit den Opfern aufnehmen.

Intern sei im Dienstbetrieb das Wichtigste, dass „die Mitarbeiter zufrieden sind“, so Pischa. Die Funktion des Verkehrsreferenten und Kommandantin-Stellvertreters ist im Bezirkspolizeikommando nach wie vor vakant. „Da wollen wir natürlich schauen, dass wir noch einen zweiten leitenden Beamten bekommen“, so Pischa.

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