Flughafen als Sorgenkind des Lockdowns. Wirtschaftskammer-Obmann der Bezirksstelle Bruck, Klaus Köpplinger, sieht Lockdown-Folgen branchenspezifisch.

Von Susanne Müller. Erstellt am 18. November 2020 (04:45)
Wirtschaftskammer-Obmann Klaus Köpplinger sieht manche Branchen stärker betroffen.
NOEN, Foto: Rittler

Der Lockdown wirkt sich auf die einzelnen Branchen sehr unterschiedlich aus. Das sieht auch Brucks Wirtschaftskammer-Obmann Klaus Köpplinger so. Diejenigen, bei denen sich die Leistungen quasi verschieben, würden den neuerlichen Lockdown aller Voraussicht nach gut überstehen. „Vor allem mit den zahlreichen Unterstützungen, die es gibt“, so Köpplinger.

Wesentlich schwieriger sei die Lage für die, die vom Tagesgeschäft abhängig sind. „Ganz hart trifft es da etwa die Gastronomie. Was ich heute nicht esse, um das esse ich morgen nicht mehr“, illustriert der Wirtschaftskammer-Chef.

Aus seiner Sicht sei im Bezirk aber vor allem zu beobachten, wie die „Leitbetriebe“ durch die Krise kommen. „Sorgen macht mir der Flughafen. Das ist einer der Leitbetriebe in der Region. Wenn es da nachhaltige Probleme gibt, hat das Auswirkungen auf die ganze Region und auf viele kleinere Unternehmer“, so Köpplinger. Er rechnet jedenfalls schon damit, dass der neuerliche Lockdown wie angekündigt mit 8. Dezember beendet werde. Wie wirksam die Maßnahmen sind, das sei freilich eine „Frage der Radikalität“. Dass es nun neuerlich dazu gekommen ist, dass ein strenger Lockdown verordnet wurde, sei auf das Verhalten von wenigen Unbelehrbaren zurückzuführen. „Dort wo Halligalli ist, dort verbreitet sich das Virus“, so Köpplinger. Und dafür müssten nun die restlichen 80 Prozent der Bevölkerung büßen.

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