Maßnahmen-Paket bringt mehr Parkplätze beim Bahnhof. Im Bezirk beinhalten die Projekte vor allem den Ausbau der Park&Ride-Anlagen bei mehreren Haltestellen.

Von Adalbert Mraz, Otto Havelka, Ines Garherr und Susanne Müller. Erstellt am 15. November 2017 (04:49)
ÖBB/Christian Zenger
In Wilfleinsdorf wurde vor Kurzem erst der Bahnsteig erneuert. In den nächsten Jahren sollen weitere Haltestellen im Bezirk barrierefrei werden.

Mit einem Investitionspaket in die Infrastruktur soll in den nächsten Jahren die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs gesteigert werden.

Mehr als 261 Millionen Euro sollen dafür in ganz Niederösterreich investiert werden. Im Bezirk sind es knapp 11,2 Millionen Euro, die für die Maßnahmen an sechs Bahnhöfen in die Hand genommen werden. In erster Linie handelt es sich dabei um Erweiterungen der bestehenden Park & Ride-Anlagen. In den Gemeinden zeigt man sich mit den geplanten Maßnahmen, die in der Vorwoche von ÖBB-Vorstandsvorsitzendem Andreas Matthä gemeinsam mit VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, SP-Verkehrsminister Jörg Leichtfried und VP-Landesrat Karl Wilfing präsentiert wurden, zufrieden.

Das 10-Punkte-Paket für ÖBB-Infrastrukturmaßnahmen ist Teil eines umfassenden Mobilitätspakets. „Mobilität ist heute mehr denn je eine Verschränkung der verschiedensten Verkehrsmittel“, betonte Mikl-Leitner zum Ausbau der Park and Ride-Plätze.

Im Bezirk werden die Maßnahmen großteils positiv gesehen. In Wolfsthal bestehen die 100 Abstellplätze bei der Park&Ride-Anlage zwar jetzt schon, allerdings sind die Parkplätze derzeit provisorisch eingerichtet. Der Plan der ÖBB sieht nun vor, die Anlage bis 2018 zu asphaltieren und die Parkplätze auch entsprechend einzuzeichnen. „Mit dieser Anzahl finden wir auch das Auslangen. Im Moment ist kein zusätzlicher Bedarf gegeben“, erklärt VP-Bürgermeister Gerhard Schödinger.

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Präsentierten das Maßnahmen-Paket: ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä, VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, SP-Verkehrsminister Jörg Leichtfried und VP-Landesrat Karl Wilfing.

Auch in Maria Ellend wird die Zahl der Stellplätze bei der Bahnstation erhöht werden. „Das ist eine sinnvolle Maßnahme, die Gemeinde ist seit 2015 mit der ÖBB diesbezüglich in Verhandlung“, kommentiert Bürgermeister Jürgen Preselmaier (VP).

Drei Aufzüge sollen in Götzendorf gebaut werden, um den Bahnhof barrierefrei zu gestalten. Das soll in den Jahren 2021 bis 2022 geschehen und rund 6,4 Millionen Euro kosten. VP-Bürgermeister Kurt Wimmer kann im Gespräch mit der NÖN dazu noch nicht Stellung nehmen: „Das Projekt wurde uns noch nicht vorgestellt.“

Der Bahnhof in Trautmannsdorf soll 2019 – auf einem Areal zwischen Bahnhof und Skaterplatz – 30 zusätzliche Parkplätze bekommen. Das sei, so VP-Bürgermeister Heinz-Christian Berthold, dringend notwendig, da die bestehenden Parkplätze ständig besetzt seien. „Ich glaube, dass die zusätzlichen Parkplätze ausreichen werden“, meint Berthold.

In Himberg sollen zwei Aufzüge errichtet und die Barrierefreiheit hergestellt werden. Darüber hinaus sind 60 Park & Ride-Stellplätze und 100 Fahrrad-Abstellplätze geplant. Bei der Gemeinde gehen die Wünsche allerdings weit über die geplanten Maßnahmen der ÖBB hinaus. SP-Vizebürgermeister Ernst Wendl: „Wir wollen einen Generalumbau des Bahnhofs inklusive Vorplatz. Auch muss es eine Unterführung geben.“ Denn der Bahnhof ist aus Richtung Rauchenwarth nur nach Passieren eines Bahnschrankens zugänglich. Und dieser ist laut aktuellen Erhebungen durchschnittlich 36 Minuten pro Stunde geschlossen.

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