Traditionell darf es zum Festtag sein

Wir haben Köche aus dem Bezirk nach ihrem Festtagsmahl gefragt.

Erstellt am 18. Dezember 2019 | 04:37
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In fast jedem Haushalt wird Weihnachten mit so manchen Traditionen verknüpft. Eine davon ist das Weihnachtessen. Ob Festtagsschmaus oder eher bescheiden, in den meisten Familien läuft das weihnachtliche Essen nach einem bestimmten Ritual ab.

Wir wollten wissen, wie es damit bei jenen aussieht, die das ganze Jahr über beruflich in der Küche stehen. Der Bezirk hat ja mit zahlreichen Angeboten im gastronomischen Bereich aufzuwarten. Da stellt sich also auch die Frage nach dem Festtagsschmaus der Profis. Kochen sie den selbst oder dürfen sie sich zuhause selbst verwöhnen lassen? Und was gibt es denn zu Weihnachten traditionell?

Horst Cervenka-Polk ist seit einem Jahr Pächter des „Neuen Volkshauses“ in Himberg. Der gelernte Koch hat zu Weihnachten zuhause „Küchenverbot“. Am 24. Dezember feiert er mit seiner Familie inklusive Kindern und Enkelkindern bei seiner Mutter, und da kommt alljährlich Karpfen auf den Teller. „Das macht die Mama, und da darf man nicht dreinpfuschen. Nicht einmal den Salat darf ich machen“, erzählt Cervenka-Polk im Gespräch mit der NÖN.

"Wir sind immer alle sehr zufrieden damit"

Ab 25. Dezember steht er wieder in seinem Lokal in der Küche. Und da steht klassische österreichische Kost auf dem Programm: „Tafelspitz, Zwiebelrostbraten und Backhendl sind die Renner an den Weihnachtsfeiertagen“, so Cervenka-Polk.

Bei Roland Lukesch vom Haslauerhof kommt am Heiligen Abend ebenfalls Fisch auf den Tisch. „Bei uns gibt es Lachs und Kaviar“, erklärt der Haubenkoch gegenüber der NÖN. Das hat bereits Tradition in der Familie, bereits seit mehreren Jahren stehe das am 24. Dezember auf dem Speiseplan. „Wir sind immer alle sehr zufrieden damit“, hält er fest. Wie auch im Haslauerhof steht er dabei auch zuhause in der Küche, denn zubereitet wird das Festagsessen von ihm selbst.

Der Mannersdorfer Wirt Johann Schneider vom Jägerhof feiert Weihnachten immer in einer Runde zu acht in Bruck. Der Heilige Abend wird mit einem kalten Vorspeisenbuffet eröffnet – von Beef Tartar bis Gänseleber gibt es einiges zu probieren. Der Hauptgang wird etwas traditioneller: „Dann gibt es Geselchtes mit Kraut und Bratwürstel“, erzählt Schneider. Bevor die Käseplatte kredenzt wird, gibt es noch eine süße Nachspeise. Für das diesjährige Weihnachtsfest sind eine Grießflammerie und Somlauer Nockerl geplant. „Es ist nicht ganz traditionell, wir schweifen bei dem Menü auch aus“, fasst Schneider das Festtagsmenü zusammen.