Trickbetrüger haben Heime im Visier

Täter gaben sich als Polizei aus und brachten 86-jährige Frau um einen fünfstelligen Eurobetrag. Polizei warnt eindringlich.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 05:20
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Thomas Pölzl vom Bezirkspolizeikommando warnt vor Trickbetrügern, die sich als Polizisten ausgeben.
Foto: Rittler

Es gab bereits zahlreiche Fälle des Polizeitricks in Niederösterreich (die NÖN berichtete). Nun haben es die dreisten Täter offenbar auf Bewohner von Pflegeheimen abgesehen. Einen ersten Fall gab es am Freitag in einem Heim im Bezirk Bruck. Die Täter brachten dort eine 86-jährige Frau um einen fünfstelligen Eurobetrag.

„Den Leuten wird vorgespielt, dass etwa Verwandte einen Unfall hatten“, berichtet der stellvertretende Bezirkspolizei-Kommandant Thomas Pölzl, dass sich die Täter erneut per Telefon als Polizisten ausgaben. Das Geld war bereits übergeben worden. Die Polizei ermittelt jetzt – und warnt vor weiteren ähnlichen Fällen. „Wir verständigen auch die Pflegeheime“, versucht Pölzl auf allen Kanälen zu warnen.

Täter melden sich über Festnetz mit gefälschter Nummer

Zumeist kontaktieren die Täter ihre anvisierten Opfer übers Festnetztelefon, oft sogar mit einer gefälschten Nummer der Polizei (059133), und geben sich als Kriminalpolizisten aus. Die Täter sprechen meist hochdeutsch und warnen beispielsweise vor kurz bevorstehenden Einbrüchen. Sie bieten den Opfern in weiterer Folge an, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände für diese sicher zu verwahren.

Die Polizei rät daher, sich von der Nummer am Display nicht verunsichern zu lassen und grundsätzlich niemals über Vermögensverhältnisse zu sprechen.

„Legen Sie umgehend auf und wählen Sie den Notruf 133 und verständigen Sie die richtige Polizei“, empfiehlt Pölzl.