Ukraine-Krieg: Eine Welle der Hilfsbereitschaft

Erstellt am 09. März 2022 | 05:26
Lesezeit: 3 Min
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Sammeln für die Ukraine in Berg: Rado Javor, Liudmyla Javorova, Gemeinderäte Horst Pelzmann und Karl Huber jun. (beide ÖVP).
Foto: privat
Fast in allen Gemeinden im Bezirk Bruck werden bereits Spenden gesammelt.
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Die Welle der Hilfsbereitschaft ist angesichts der Entwicklungen in der Ukraine groß. In fast allen Gemeinden haben sich bereits Menschen gefunden, die Hilfsaktionen gestartet haben. Großteils werden Sachspenden gesammelt. So wurden etwa im Zuge der Aktion „blau gelb hilft blau gelb“ zahlreiche Sammlungen gestartet, darunter auch in Bruck, wo die Gemeinderätinnen Josefa Ecker und Doris Rosner-Toth Hilfsgüter in der ÖVP-Bezirksgeschäftsstelle zur Weiterleitung an den Zivilschutzverband in Tulln ablieferten.

Aber auch die Landjugend hat gemeinsam mit anderen Jugendorganisationen Hilfspakete zusammengetragen. Die ÖVP Berg sammelt ebenfalls Sachspenden für die Ukraine. Erbeten werden Hilfspakete, die mit Hygieneartikeln und Schokolade gefüllt sind. Die Pakete werden bis Samstag, den 12. März, jeweils zwischen 15 bis 18 Uhr bei der Familie Horst Pelzmann, Hauptstraße 27, oder bei der Familie Karl Huber, Hauptstraße 48, gesammelt.

Die ÖVP transportiert die Pakete zu Liudmyla Javorova in Edelstal (Bezirk Neusiedl/See). „Wir bringen alles, was in Österreich gesammelt wird, zu einem großen Lager in Bratislava, das der Organisation ,ukraine slowakei sos sme spolu‘ gehört“, erklärt Javorova.

Dann geht der Hilfstransport mit dem Auto nach Lviv (Lemberg) und weiter nach Charkiw und in die ukrainische Hauptstadt Kyiv. „Von dort aus wird die Hilfe weiter verteilt, wo sie benötigt wird“, sagt Javorova. Auch in Götzendorf wurden Hygienepakete zusammengestellt. „Es ist enorm viel zusammengekommen. Ein Wahnsinn, dafür, dass es eine kurzfristige Geschichte war“, sagt Sabine Hafenscher, die die Aktion koordiniert hat. Auch in Zukunft will sie Hilfsaktionen in der Marktgemeinde durchführen. „Es wird sicher wieder etwas geben, und wenn es nur Geldsammlungen sind“, hält sie fest.

Jennifer Gensthaler aus Mannersdorf bezeichnet sich selbst als Zweigstelle. Nach einem Aufruf der Bestattung Hanser sammelt sie in Mannersdorf Sachspenden, die sie dann nach Hainburg bringt. „Es ist ein bisschen eskaliert. Es war ein Anhänger voll, der von der Feuerwehr hingebracht werden musste“, schildert sie die Spendenbereitschaft. Sie nimmt auch weiterhin noch Sachspenden wie Medizin, Windeln oder Erste Hilfe-Produkte entgegen. Für Kleiderspenden fehlen jedoch die Kapazitäten, lässt sie wissen.

Aber auch Hilfe anderer Art wird geleistet: Die Gemeinde Berg ereilte ein Hilferuf des Bürgermeisters des slowakischen Grenzorts Choňkovce an der ukrainischen Grenze. Er ersuchte um Müllsäcke, damit die Abfallberge, die durch die Flüchtlingshilfe in seinem Ort anfallen, entsorgt werden können. Zusätzlich bat er um FFP2-Masken sowie um Antigentests für seine Mitarbeiter und Helfer. Bürgermeister Andreas Hammer nahm darauf mit den Abfallverbänden GABL (Bruck) und AWS (Schwadorf) sowie der Feuerwehr Berg Kontakt auf. Choňkovce kann nun mit 10.000 Müllsäcken, 500 FFP2-Masken und 2.100 Antigentests geholfen werden.

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