Verbesserungen: Facelifting für das Radnetz. Die Radwege im Bezirk Bruck werden evaluiert und der Schilderwald beseitigt. Eine Karte ist auch in Planung.

Von Susanne Müller. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:41)
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Projektmitarbeiter Wolfgang Hohenauer und Robert Skocek, Tourismusbüro-Leiterin Margit Neubauer und Verkehrs-Berater Andreas Juhász.
Tourismusbüro Carnuntum-Marchfeld

Wege, auf denen man die Region mit dem Rad oder zu Fuß erkunden kann, gibt es in der Tourismusregion Carnuntum-Marchfeld freilich genug. Viele davon werden auch touristisch genutzt.

Insbesondere im Vorfeld der Landesausstellung 2011 wurde in das Radwegenetz kräftig investiert, um die „Fabelhaften Rad- und Wanderwelten“ zu entwickeln. Nach zehn Jahren sei es aber an der Zeit, die Beschilderung und den Zustand der Wege ebenso zu evaluieren, wie die Trassenführungen, sieht Margit Neubauer, Leiterin des Tourismusbüros Carnuntum-Marchfeld den Zeitpunkt für eine Anpassung an die heutigen Anforderungen gekommen.

Neue Rad- und Wanderrouten samt Beschilderung, die im Lauf der Zeit dazugekommen sind, würden außerdem teilweise für einen Schilderwald sorgen, der nun entflechtet und vereinfacht werden soll.

Unsere Region ist von der Landschaft und attraktiven Sehenswürdigkeiten her prädestiniert für den sanften Tourismus.“ Margit Neubauer, Leiterin des Tourismusbüros Carnuntum-Marchfeld

Ein kürzlich gestartetes und bis Ende 2022 laufendes LEADER-Projekt hat daher die „Verbesserung der Qualität der regionalen Rad- und Wanderrouten“ zum Ziel und soll die Region als attraktive Bewegungs- und Ausflugsregion zwischen Wien und Bratislava positionieren.

Für Neubauer hat das Projekt „Top-Priorität“, denn: „Unsere Region ist von der Landschaft und attraktiven Sehenswürdigkeiten her prädestiniert für den sanften Tourismus. Radfahren und Wandern erfreut sich als klimafreundliches und gesundheitsförderndes Freizeitvergnügen zunehmender Beliebtheit.“ Ein gut ausgebautes und beschildertes Rad- und Wanderwegenetz sei dafür aber Grundvoraussetzung.

In einem ersten Schritt soll die Firma Juhasz Verkehrsconsulting e.U. gemeinsam mit Wolfgang Hohenauer und Robert Skocek von der Radlobby Carnuntum alle Routen begutachten. Gemeinsam mit dem Tourismusbüro und in Absprache mit den zuständigen Gemeinden sollen Mängel definiert und Verbesserungsmaßnahmen gesetzt werden.

Angebot der Region beeindruckt

Andreas Juhász von Juhász Verkehrsconsulting zeigt sich von der Bandbreite des touristischen Angebots in der Region von der Römerkultur bis zur Energieregion beeindruckt und betont: „Ich freue mich, an der ständigen Weiterentwicklung der Angebotsqualität mitzuwirken.“

Für Obmann Franz Jöchlinger ist es besonders wichtig, die Infrastruktur für sportliche Betätigung in der Region zu optimieren: „Unsere Gäste sollen unterwegs auf gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen die Natur, die kulturellen und kulinarischen Highlights unserer Region genießen können. Und während oder nach der sportlichen Betätigung hat man sich ja wirklich die Schmankerl unserer Region verdient“, schmunzelt Jöchlinger.

Sind die Routen erfolgreich adaptiert, soll nächstes Jahr die touristische Einbettung erfolgen. So sind neue Überblickstafeln ebenso geplant wie eine kombinierte Rad- und Wanderkarte, die Entwicklung von Rad- und Wanderpackages und diverse Marketingmaßnahmen.

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