Land NÖ lehnt Mega-Projekt ab. VP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko kündigte am Mittwoch den Widerstand des Landes Niederösterreich gegen das umstrittene Breitspurbahn-Projekt an.

Von Otto Havelka. Erstellt am 23. Oktober 2019 (12:59)
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Nein zur Breitspurbahn: VP-Bezirksparteiobmann und Bürgermeister in Wolfsthal, Gerhard Schödinger, VP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko und Landesverkehrsplaner Werner Pracherstorfer
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Um den Warentransport von China nach Europa effizienter zu gestalten, soll die in Europa unübliche Breitspurbahn in den Raum Wien verlängert werden und hier mit einem neuen Terminal ein Umschlagzentrum für den Weitertransport der Waren in Europa errichtet werden. Rund 150 Hektar würden für das Terminal benötigt, noch einmal so viel für ein Logistikzentrum. In einer Ende September vorgelegten ÖBB-Studie werden dafür  fünf Standorte genannt  drei im Bezirk Bruck/Leitha, zwei im Burgenland.

Die 33 Bürgermeister des Bezirks Bruck haben sich einhellig gegen das Projekt ausgesprochen und erhalten nun Unterstützung vom Land. "Der Standpunkt der Gemeinden ist essenziell. Man dar die Region nicht überfordern2, erklärte VP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko Mittwoch Vormittag bei einer Pressekonferenz in der Bezirkshauptmannschaft Bruck.

"NÖ unterstützt kein Projekt, gegen das die EU ist"

Eine Realisierung des Projekts würde laut Schleritzko täglich 730 Lkw-Fahrten und 56 Güterzüge mehr für die Region bedeuten. Daher werden man in Abstimmung mit den Gemeinden gegen das Projekt intervenieren und bis zur vorgegeben Frist am 12. November eine entsprechende Stellungnahme beim Verkehrsministerium abgeben.

Darüber hinaus habe sich auch die EU schon vor Längerem ablehnend zu dem Projekt geäußert. "Und Niederösterreich unterstützt sicher kein Projekt, gegen das die EU ist", erklärte Schleritzko. Die Entscheidung, ob das Projekt weiter verfolgt wird, liegt zwar bei der künftigen Bundesregierung, aber "wir werden auch auf diese einwirken", versprach Schleritzko.


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