Alex Petznek erholt sich von Herzinfarkt. Der Brucker ÖVP-Chef musste sich nach einem Arterienverschluss und einem leichten Herzinfarkt drei Stents einpflanzen lassen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 20. März 2020 (18:12)
Alexander Petznek kann schon wieder lachen. Er hat den Eingriff gut überstanden. Mittlerweile ist er aus dem Krankenhaus wieder entlassen.
privat

Der Brucker ÖVP-Obmann Alexander Petznek ist erst 34 Jahre jung. Umso mehr hat die Nachricht viele in Bruck geschockt: Petznek hat in der Vorwoche einen Herzinfarkt erlitten. Zum Glück geht es dem Jung-Unternehmer mittlerweile wieder gut und er kann schon mit einer guten Portion Humor schildern, wie es ihm ergangen ist und was die Ärzte bei ihm diagnostizierten.

Begonnen habe alles am Sonntag, als er um 4 Uhr früh mit einem Druckgefühl in der Brust aufgewacht sei. Er ging eine Runde spazieren und laufen. Als der Schmerz eine Stunde später verflogen war, habe er sich noch einmal ins Bett gelegt. Als die Schmerzen um 8 Uhr wiederkamen und sein Blutdruck viel zu hoch war, machte er sich auf den Weg zum Arzt. Der überzeugte ihn, sich im Hainburger Krankenhaus durchchecken zu lassen. „Danke dafür. Das ist keine leichte Aufgabe“, scherzt Petznek jetzt.

Und in Hainburg ging es dann Schlag auf Schlag: „Blutabnahme, Infusion gegen Schmerzen, dann ging es schnell und ich fand mich im Helikopter nach Eisenstadt wieder“, erzählt Petznek. Dort sei ihm sofort ein Herz-Katheter zur Überprüfung gelegt und ein chronischer Arterienverschluss mit leichtem Infarkt festgestellt worden. „Das heißt, die Kleinste von den drei Arterien des Herzens ist schon längere Zeit verstopft“, so Petznek.

Danach habe er zwei Tage auf einen weiteren Herz-Katheter gewartet. Dabei sollte die Verstopfung mit einer Öffnung der Arterie und einem Stent beseitig wird. „Während dieser zwei Tage erlebte ich viele interessante Dinge. Corona-Alarm, Raum-Quarantänen, spannende Persönlichkeiten. Man merkt, in den Krankenhäusern wird derzeit ein anderes Programm gefahren“, schildert Petznek seinen Aufenthalt im Krankenhaus in Zeiten der Corona-Krise.

Mittlerweile ist Petznek, der erst vor kurzem entschieden hatte, sein Mandat im Gemeinderat nach 15 Jahren als Gemeinde- und Stadtrat nicht mehr anzunehmen, nun wieder zu Hause. Der 34-Jährige hat drei Stents erhalten und sagt: „Mir geht es erstaunlich gut. Ich würde sogar behaupten, so gut habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt – sehr energiegeladen“, so Petznek, der nun erst einmal versuchen will, die „gemischten Gefühle der letzten Tage zu verarbeiten, zahlreiche Fragen für mich selbst zu beantworten und mit der neuen Situation umgehen zu lernen.“

Unter anderem will Petznek nun versuchen, endgültig mit dem Rauchen aufzuhören.