Bezirk ist fest in ÖVP-Hand. Der Brucker Bezirk folgt bei der EU-Wahl dem österreichweiten Trend. Die ÖVP liegt hier mit 33,1 Prozent vor SPÖ und FPÖ. Jubel bei den Grünen über fast 10 Prozent.

Von Gerald Burggraf, Adalbert Mraz und Susanne Müller. Erstellt am 29. Mai 2019 (02:43)
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Von Ivan Marc, Shutterstock.com

Für die ÖVP brachte der Wahlsonntag ein Plus von 8,4 Prozent im Bezirk. Die Freude ist dementsprechend groß. „Das Ergebnis zeigt, dass die ÖVP mit ihrer Europa-Politik auf dem richtigen Weg ist und die Bevölkerung das anerkennt“, zeigt sich VP-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordneter Gerhard Schödinger zufrieden.

Die SPÖ lag im Bezirk mit einem knappen Minus von 0,7 Prozent ähnlich wie 2014. „Andreas Schieder sowie in Niederösterreich Günther Sidl und unser junges Team haben hervorragende Arbeit geleistet und in dieser schwierigen Situation das Maximum herausgeholt“, ist SP-Bezirksparteiobmann Rainer Windholz überzeugt. Die bundespolitischen Entwicklungen der letzten Tage hätten aber eine völlig andere Dynamik in den Wahlkampf gebracht. Die ÖVP habe außerdem die höhere Wahlbeteiligung zu ihren Gunsten nutzen und ihre Wähler mobilisieren können. „Das ist der SPÖ nicht in diesem Ausmaß gelungen“, so Windholz.

"Das ist ein toller Rückenwind für die kommende Nationalratswahl"

Werner Herbert, Bezirksparteiobmann der FPÖ, meint: „Das Ergebnis im Bezirk ist unter Anbetracht der aktuellen politischen Verhältnisse höchst erfreulich. Wir haben in ganz NÖ den vierthöchsten Wert erreicht.“ Im Hinblick auf die Nationalratswahl glaubt er, dass dieses Ergebnis bei der EU-Wahl eine positiv Grundlage biete. Eine Wahl sei immer eine Momentaufnahme, deshalb bereite Herbert das bezirksweite Minus von 2,3 Prozent wenig Sorgen.

„Heller Jubel, grenzenlose Freude und Begeisterung – vor allem in Anbetracht der Ausgangssituation“, machte sich bei Grüne-Bezirkssprecher Roman Kral nach dem Wahlsonntag breit. Das Ergebnis der Grünen sei das zweitbeste aller Zeiten. Auch im Bezirk liegen die Grünen mit fast zehn Prozent beinahe bei ihrem Ergebnis der letzten EU-Wahl. „Das ist ein toller Rückenwind für die kommende Nationalratswahl“, sagt Kral.

Norbert Etz, NEOS-Gemeinderat in Schwechat, betont: „Da wir nicht in jedem Ort Strukturen wie die anderen Parteien haben und keinen so massiven Wahlkampf führen konnten, ist das Ergebnis im Bezirk doppelt erfreulich.“ Einerseits konnten die Pinken ein leichtes Plus von 0,5 Prozent auf 6,8 Prozent der Stimmen erreichen, andererseits habe man bei den Stimmen in absoluten Zahlen in den vergangenen Jahren ein Wachstum von 25 Prozent zu verzeichnen.