Kooperation nun auch am Papier besiegelt. Der Truppenübungsplatz Bruckneudorf geht mit der Stadt Bruck und der Seebahn Neusiedl eine Zusammenarbeit ein.

Von Susanne Müller. Erstellt am 10. Mai 2019 (06:08)

Es war ein militärisches Großaufgebot auf dem Hauptplatz – eingeläutet und beendet von der Burgenländischen Militärkapelle mit einem Platzkonzert beziehungsweise dem „Großen Zapfenstreich“: Der Truppenübungsplatz (TüPl) Bruckneudorf besiegelte seine Partnerschaft mit der Stadtgemeinde Bruck sowie mit der Neusiedler Seebahn, die von Neusiedl bis Pamhagen führt.

„Die enge Kooperation der Stadt mit dem Truppenübungsplatz besteht seit vielen Jahrzehnten“, verwies SP-Bürgermeister Gerhard Weil auch darauf, dass sich im heutigen Rathaus früher auch das K.u.K.-Lagerplatz-Kommando befand. Vor zwei Jahren sei beim Jubiläum des Truppenübungsplatzes die Idee geboren worden, die Zusammenarbeit mit einer offiziellen Partnerschaft zu besiegeln. Initiator war TüPl-Kommandant Franz Neuhold, der sich im August in den Ruhestand verabschieden wird. „Bruck ist seit 200 Jahren Garnisonstadt“, bedankte sich Neuhold bei der Brucker Bevölkerung für die jahrzehntelange Unterstützung und das Verständnis. Eine ebenfalls enge Verbindung bestehe seit jeher mit der Regionalbahn Neusiedler Seebahn, weshalb auch hier eine Partnerschaft naheliegend gewesen sei.

Partnerschaften gibt es bereits seit 1969

Partnerschaften des österreichischen Bundesheeres mit zivilen Partnern gibt es seit dem Jahr 1969. Sie hätten sich als „wahre Erfolgsstory“ entpuppt, betonte Norbert Schartner vom Bundesheer. Mittlerweile gibt es insgesamt 187 Partnerschaften. Für Anton Wessely, Abteilungsleiter im Verteidigungsministerium, sei es „wichtig, sich auf eine Hauptaufgabe zu konzentrieren und darüber hinaus organisationsübergreifend die Zusammenarbeit zu suchen“.

Und auch die politischen Vertreter des Burgenlands und Niederösterreichs nahmen die neuen Partnerschaften erfreut zur Kenntnis. Die burgenländische SP-Landesrätin Daniela Winkler betonte, dass das Bundesheer ein „Garant für die Stabilität und Sicherheit“ sei. Und Niederösterreichs Landtagspräsident Karl Wilfing (VP) hob hervor, dass Bruck „immer eine hohe strategische Bedeutung hatte“, betonte aber auch, dass es auch heute für Frieden, Freiheit und Wohlstand Bedrohungen gebe. „Das Bundesheer ist dafür da, wenn es einmal einen Ernstfall gibt“, meinte Wilfing.