Tote Fische durch Styropor in Leitha. Schon mehrfach wurden Styropor-Behälter der immer gleichen Machart in der Leitha bei Bruck gefunden.

Von Susanne Müller. Erstellt am 10. April 2020 (05:34)
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Aufmerksamen Naturschützern ist es schon mehrfach aufgefallen, dass in der Leitha-Au oberhalb von Bruck und Bruckneudorf Plastik beim Wehr angeschwemmt wird. Besonders auffällig: Immer wieder finden sich große Styroporboxen, die eigentlich für den Kühltransport von Frischfisch bestimmt sind.

„Styropor und Plastikflaschen in unseren Flüssen sind wir ja leider schon gewohnt. Wenn aber immer wieder derselbe Typ dieser großen Kühlboxen angeschwemmt wird, muss der Verursacher gefunden werden. Wer hat eine Idee, woher diese Fisch-Kühlboxen aus Styropor stammen könnten?“, ersuchen Bruckneudorfs Umweltgemeinderat Bernhard Schütz und Michael Winter vom 1. Sportfischereiverein Bruckneudorf um Hinweise über die mögliche Herkunft der etwa 20 mal 40 mal 60 Zentimeter großen Styroporkisten mit der Aufschrift „LEROY Salmon“ (Norwegischer Seafood-Konzern).

Neben den üblichen Plastik- und Glasflaschen wurden zuletzt drei dieser Styroporboxen geborgen und entsorgt. Weitere dieser Behältnisse würden flussaufwärts bis Wilfleinsdorf bzw. Königshof eingesammelt. Da oberhalb ein Kleinkraftwerk jeglichem Treibgut den Weg versperrt, wird vermutet, dass die Gegenstände im Bereich der Königshofer Brücke „entsorgt“ werden.

Neben dem optischen Ärgernis befürchten die beiden Naturschützer auch negative ökologische Auswirkungen: Durch die Wellenbewegungen zwischen dem Schwemmholz lösen sich immer wieder Kügelchen aus dem Styropor, die von Kleinfischen aufgenommen werden und so in den Nahrungskreislauf gelangen.

„Die Schockszenen von Plastikmassen in den Weltmeeren passieren hier im Kleinen direkt vor unserer Haustüre, weil Einzelpersonen den Fluss wiederkehrend zur Müllentsorgung nutzen“, zeigen sich Schütz und Winter verärgert.