Corona: Sperre für Sporthallen soll Schüler schützen

Erstellt am 04. Februar 2022 | 04:35
Lesezeit: 3 Min
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Die Teststraße im Brucker Rathaus ist mittlerweile die Teststation mit den meisten Öffnungstagen in der Woche im ganzen Bezirk. Zuletzt wurde das Angebot auch wieder verstärkt genutzt.
Foto: Susanne Müller
Vereine dürfen die Turnsäle der Schulen in Bruck bis auf weiteres nicht benutzen. Testangebot soll weiter aufrecht bleiben.
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141 Personen waren am Donnerstag in Bruck mit Corona infiziert. Ähnlich wie im ganzen Bezirk befindet man sich auch in der Bezirkshauptstadt bei den Infektionszahlen auf Rekordniveau. „Der bisherige Höchststand waren 72“, sagt Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ).

In den städtischen Einrichtungen und den Kindergärten würden sich die Auswirkungen derzeit noch in Grenzen halten. „In den Kindergärten gab es Gruppenschließungen, aber wir konnten den Betrieb aufrecht halten“, so der Stadtchef.

Durchlüftung oft nicht ausreichend

Um die Kinder vor Infektionen zu schützen, habe man sich bezirksweit nun darauf geeinigt, alle Turnsäle und Sporthallen für externe Vereine zu schließen. Eine Maßnahme, die nicht bei allen Vereinen auf Verständnis stieß.

„Unser vorrangiges Ziel ist der Schutz unserer Schülerinnen und Schüler“, betont Weil. Man könne nicht täglich jeden Zentimeter der Sporthallen desinfizieren, bevor sie wieder von den Schülern genutzt werden. Auch sei die Durchlüftung oft nicht ausreichend. „Wir sehen einfach, dass wir uns damit Cluster heranzüchten“, erklärt Weil die Maßnahme. Sobald sich die Lage beruhige, werde man sich gemeinsam darauf verständigen, ab wann die Turnsäle wieder geöffnet werden.

Besonders problematisch wirke sich zudem die neue Regelung aus, dass all jene, die dreimal geimpft sind, nicht mehr als Kontaktpersonen gelten, sprich nicht mehr in Quarantäne müssen. Weitergeben kann man das Virus bekanntlich dennoch.

Teststation im Rathaus an vier Tagen geöffnet

„Wenn ich eine Bedienstete habe, deren Mann positiv getestet wurde, dann ist es bis zum nächsten Cluster nicht mehr weit“, so Weil. Insgesamt rate er daher dazu, dass die Bevölkerung weiterhin vom Testangebot Gebrauch machen solle. „Auch jene, die schon dreimal geimpft sind“, so Weil.

Er habe – auch gegen einigen Widerstand – die Teststation im Rathaus weiterhin an vier Tagen geöffnet. Mittlerweile sei der Andrang auch wieder groß. „Vor allem, seit das mit den PCR-Tests überhaupt nicht funktioniert. Ich habe mich deshalb auch darum bemüht, dass wir PCR-Tests durchführen können. Aber das Land setzt auf die Gurgeltests in Kooperation mit Spar. Ich hätte es für sinnvoll gefunden, wenn man die vorhandenen Kapazitäten in den Teststraßen nutzt“, betont Weil, der nun stattdessen versuche, eine Zusammenarbeit mit einer Apotheke zu starten.

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