Das Römerland setzt auf breitere Basis. Der Verein setzt auf ein ganzheitliches Bild und greift Zukunftsthemen auf, um die Region weiterzubringen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 06. November 2018 (14:00)
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Das Römerland Carnuntum-Team: Mimi Siebert, Yvonne Mayer, Sandra Murr, Rosemarie Rupp, Maria Glock, Thomas Tatosa, Gabriele Preisinger, Hans Rupp, Matthias Steinbauer, Gerti Taferner, Susanne Haidecker, Gottfried Schmaus, Christian Kling, Wolfgang Palatinus, Katharina Makala, Moritz Glöckel, Franz Babka-Nowak, Robert Biberhofer und Cornelia Fischer.
Römerland Carnuntum

Gabriele Preisinger tourt mit ihrem Team derzeit durch alle 28 Gemeinden der Region. Die neue Geschäftsführerin des Regionalentwicklungsvereins „Römerland Carnuntum“ will dabei nicht nur sich selbst als Nachfolgerin des verstorbenen Bernhard Fischer vorstellen.

„Wir wollen uns als Team neu positionieren“, betont Preisinger, was ihr bei ihrer Arbeit für die Region besonders wichtig ist: Die vielen verschiedenen Bereiche, um die sich der Regionalentwicklungsverein kümmert, können nur durch den gemeinsamen Einsatz vieler Personen erfolgreich angegangen werden. Derzeit sind es vor allem vier Hauptthemen: Das G28-Gemeindenetzwerk, das Projekt „LENA“ (LEbensraum NAchhaltig gestalten und planen), die Jugendarbeit und das Projekt „Vielfalt Leben im Römerland Carnuntum“ (Ziel ist Zusammenhalt und Gemeinwohl aller).

Das neue Logo enthält auch den Begriff „Regionalentwicklung“, um deutlicher zu machen, was sich hinter dem „Römerland Carnuntum“ verbirgt.
Römerland Carnuntum

Ein großer Schwerpunkt der aktuellen und künftigen Arbeit ist aber auch der Blick auf die Zukunft der Region. „Wenn man von einem Bevölkerungswachstum von 20 Prozent bis 2030 ausgeht, werden das die Gemeinden alleine nicht schaffen“, ist Preisinger überzeugt, dass hier gemeinsames, regionales Denken gefragt ist. Geplant ist daher etwa ein „Zukunftsrat“, der aus 28 Gemeindevertretern, 28 zufällig ausgewählten Gemeinde-Bewohnern und 28 Regionsvertretern bestehen soll. „Ziel ist es, jede Gemeinde dadurch zu stärken, nicht deren Autonomie zu schwächen“, betont Regionsobmann Hans Rupp.

„Sehen ein Projekt nie isoliert“

In das gleiche Themenfeld spielt freilich auch das Projekt „LENA“. „Im Idealfall haben wir nach LENA ein Leitbild des regionalen Bauens und Lebensraum Gestaltens, zu dem sich die Gemeinden bekennen können“, sagt Rupp. Aber auch die Zusammenarbeit mit dem „Grünen Ring“, bei dem es um die Erhaltung von Naturraum in der Region geht, gehört dazu. „Wir sehen nie ein Projekt isoliert. Die Dinge greifen immer ineinander“, betont Preisinger, der es auch wichtig ist, dass in die Nachhaltigkeitsdiskussion auch die Jugend verstärkt eingebunden wird.

Gerade für die Jugend wendet das Römerland ein hohes Maß an Ressourcen auf. Vernetzung und Betreuung im Jugendbereich laufen in der Region in erster Linie über den Regionalentwicklungsverein. „Alle Jugend-Workshops und Veranstaltungen sind offen für alle“, betont Gerti Taferner, Leiterin des Bereichs Jugend.

„Unsere Region hebt sich von vielen anderen ab, weil wir Regionalentwicklung gesamtheitlich sehen, von Themen wie Jugend über Bildung bis hin zur Zusammenarbeit der Gemeinden“, sagt Preisinger.