Drama um 12 Katzen. In der vergangenen Woche fanden ein Dutzend Tierbabys den Weg ins Tierheim. Junge Katzen waren teilweise schwer krank.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 30. Juli 2014 (10:02)
NOEN, privat
Die kleinen Katzenbabys waren bei der Übernahme durch das Tierheim fast allesamt erkrankt.
Die Quarantänestation für Katzen im Brucker Tierheim platzt derzeit aus allen Nähten. Kein Wunder, wurden doch vergangene Woche innerhalb von vier Tagen zwölf ausgesetzte Katzenbabys gefunden und dem Tierheim übergeben.

Bereits am Dienstag wurden vier Jungtiere entdeckt und in der Nacht von Freitag auf Samstag weitere acht. In beiden Fällen waren die Katzenbabys großteils in schlechtem Zustand. „Sie waren total verwurmt oder hatten Eiter in den Nasen“, berichtet Tierheim-Sprecherin Helga Longin.

Während der erste Teil der Findlinge beim Parkbad gefunden wurde, wurden die anderen bei der Pfotenstube abgegeben. Da Betreiberin Christa Guntendorfer seit dem Streit um die Junghunde vor einigen Wochen (die NÖN berichtete) keine ausgesetzten Tiere mehr aufnehmen darf, ließ sie sie ins Tierheim bringen.

„Die Katzen wurden definitiv nicht von mir ausgesetzt!“

Doch aus Tierschützerkreisen wird erneut Guntendorfer als Schuldige ausgemacht. So soll sie die Jungkatzen einige Tage vor deren Auftauchen zum Verkauf angepriesen haben. Dies bestreitet die „Pfotenstube“-Chefin jedoch vehement. „Die Katzen wurden definitiv nicht von mir ausgesetzt!“, ärgert sie sich über die Gerüchte. Sie habe zwar Katzen verkauft, dafür gebe es aber Belege und die wurden auch vom Tierarzt untersucht.

Über die Situation der Katzenbabys wurde der Amtstierarzt vom Tierheim informiert, nachdem Tierschützer auf die Ähnlichkeit zwischen den ausgesetzten und den angepriesenen Katzen hingewiesen hatten.

Seitens des Amtstierarztes wird nun eine Anzeige eingebracht, die von der Bezirkshauptmannschaft geprüft wird. Bezirkschef Peter Suchanek erklärt: „Nun liegt es daran, ob einer bestimmten Person die Vernachlässigung nachgewiesen werden kann oder nicht.“