Ein Glücksfall im Tierheim reiht sich an den anderen. Nach einem Sommer mit überfülltem Tierheim konnten zuletzt gleich mehrere Hunde an neue, gute Plätze vermittelt werden.

Von Susanne Müller. Erstellt am 13. September 2017 (04:53)
Banjo hat ein gutes Zuhause gefunden.
Tierheim

Begonnen hat der Sommer für das Brucker Tierheim nicht gerade erholsam. Eine Vielzahl von Neuzugängen bescherte dem Tierheim-Team jede Menge Arbeit und Platzsorgen, da langsam aber sicher die Unterbringungsplätze für die Tiere eng wurden. Zuletzt stimmte noch das Schicksal einer schwer kranken, durch einen Tumor entstellten Hündin, die letztendlich eingeschläfert werden musste, das gesamte Tierheim-Team traurig.

Umso erfreuter sind die Tierfreunde nun am Ende des Sommers darüber, dass sich eine Erfolgsgeschichte an die andere reiht. Innerhalb kurzer Zeit konnten fünf Hunde vermittelt werden. „Sammy hat ein regelrechtes Traumplatzerl gefunden“, erzählt Anna Zwettler vom Tierheim-Vorstand von einem zwei bis drei Jahre alten Beagle-Rüden, der vor Kurzem gut untergebracht werden konnte.

"Eine langjährige Gassigeherin hat sich in sie verliebt"

Ähnliche Happy Ends gab es für die dreijährige Labrador-Hündin Linda und den Mischlings-Welpen Bambi. Alle drei haben im Gänserndorfer Bezirk ein neues Zuhause gefunden. Der Dackel Mimi ist hingegen in Bruck geblieben. „Eine langjährige Gassigeherin hat sich in sie verliebt“, freut sich Zwettler. Darüber hinaus sind in den vergangenen Wochen auch zahlreiche Katzenbabys abgegeben, aber auch viele wieder untergebracht worden.

„Was uns besonders freut, ist, dass es auch für drei unserer sogenannten Listenhunde Interessenten gibt“, so Zwettler. Oskar, ein Bullterrier-Mischling, absolvierte am Samstag etwa sein erstes Probewohnen bei einer interessierten Familie. „Wir machen das bei allen Hunden schrittweise“, erzählt Zwettler, dass immer zuerst ein Spaziergang zum gegenseitigen Kennenlernen eingeplant wird und dann ein erster Besuch im möglichen neuen Zuhause. Die sogenannten Listenhunde seien nach wie vor schwerer zu vermitteln. „Für alle Listenhunde muss man einen Hundeführerschein machen, auch für Mischlinge. Das schreckt viele ab, auch wenn die Hunde noch so lieb sind“, so Zwettler. Derzeit sind noch 20 Hunde im Tierheim.