Exquisites Ambiente: Dinner an der Stadtmauer

Erstellt am 12. Juni 2022 | 05:25
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8377207_gre23sb_radl_martin_hofknicks_c_mueller.jpg
Martin Radl in seinem schattigen Hof an der Brucker Stadtmauer, den er liebevoll dekoriert hat.
Foto: Susanne Müller
Martin Radl ist nach Bruck heimgekehrt und bewirtet seine Gäste künftig in seinem Garten, genannt „Hofknicks“.
Werbung
Anzeige

Viele warten schon gespannt darauf, einen Blick hineinzuwerfen in den „Hofknicks“ direkt an der Stadtmauer. So nennt Martin Radl seinen Garten in der Stuchsengasse, in dem er ab Juli in kleinstem Rahmen seine Gäste bewirtet. Vier Tische, die nur gegen Vorreservierung zu haben sind, bei Bedarf für größere Gesellschaften auch zu einer einzigen Tafel zusammengeschoben. Die Termine sind fix, geöffnet ist von Juli bis September meist donnerstags und freitags oder freitags und samstags von 16 bis 22 Uhr.

Essen wie bei Freunden zuhause

Angelehnt ist das Ganze ein wenig an das Konzept, das Radl schon seit Jahren in Wien mit dem Verein „Mezzanin 7“ verfolgt – Essen wie bei Freunden zuhause. Der Verein wird es auch sein, der für die sommerlichen Outdoor-Dinner der Gastgeber ist.

„Wenn es einmal regnet, muss man eben absagen“, so Radl. Gekocht wird von Radl selbst in der Küche seines Wohnhauses, das ansonsten für die Gäste jedoch nicht zugänglich ist. An dem Projekt wurde die letzten eineinhalb Jahren gebaut.

„Es ist ein schönes Familienprojekt geworden. Mein Papa hat die Bauherrschaft übernommen“, erzählt Radl. Papa Josef Radl wohnt nur einmal um die Ecke, wo der Winzer früher auch einen beliebten Heurigen betrieben hat. An den gibt es nun im „Hofknicks“ auch kulinarische Erinnerungen. Die Menüs sind nämlich in „drei Akte“ aufgeteilt. Der erste ist kalt im Heurigen-Stil. Dabei wird es etwa auch das Kämmerer-Brot geben, wie man es früher beim Radl-Heurigen bekam.

„Dafür wird mit der Mama Kümmelbraten gebraten, damit es auch so schmeckt wie früher“, verspricht Radl. Der zweite Gang ist warm und besteht aus einem Fleischgericht und einem vegetarischen. Danach folgen zwei Süßspeisen als Dessert. Die Zutaten sollen vorwiegend von Produzenten aus der Region kommen.

„Es kommt alles auf Tisch. Jeder Gast kann aus dem gesamten Angebot schöpfen und frei am Tisch wählen“, so Radl. Der Menüpreis ist mit 39 Euro pro Person auch schon fixiert. Soda ist unbegrenzt im Preis inbegriffen. „Es geht einfach darum, dass es etwas Besonderes ist. Die Gäste sollen den Abend genießen“, so Radl. Die Termine für den heurigen Sommer stehen alle schon fest. Der erste ist am 1. Juli.

Wenn, dann will ich in Bruck an der Stadtmauer wohnen. Da bin ich groß geworden.“
Martin Radl

Zusätzlich plant Radl, der auch nach wie vor Theaterstücke schreibt, auch kulturelle Events, abgesehen davon, dass er auch selbst Lieder für seine Gäste vortragen will. „Dafür ist der hintere Teil des Gartens gedacht. Da können kleine Lesungen, Konzerte oder auch standesamtliche Hochzeiten stattfinden“, so der Hausherr, der damit wieder nach Bruck heimkehrt. „Ich hab gesagt, wenn, dann will ich in Bruck an der Stadtmauer wohnen. Da bin ich groß geworden“, so Radl. Geplant wurde das Haus übrigens von den Architekten Halbritter & Hillerbrand, von denen auch „Das Fritz“ in Weiden am See geplant wurde.

Infos und Reservierungen unter 0664/513 08 35 oder office@mezzanin7.at

Werbung