Bruck an der Leitha

Erstellt am 18. Januar 2017, 03:51

von Susanne Müller

Frisches Kapital für neue Ecoduna-Anlage. Technologieführer in der Algenproduktion bereitet sich auf Investitionen für erste industrielle Anlage in Bruck vor.

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Die Ecoduna AG wagt 2017 wie berichtet den Bau der ersten industriellen Algen-Produktionsanlage im Brucker Ecoplus-Areal. Der Kapitalbedarf für den Anlagen-Bau beläuft sich auf 18 Millionen Euro. Sechs Millionen davon muss die Ecoduna an Eigenkapital aufstellen, die restlichen 12 Millionen werden durch Fremdkapital finanziert. Das Land Niederösterreich fördert das Projekt.

Daher startete die Ecoduna am Montag eine Kapitalerhöhung um mindestens 1,9 Millionen Euro. Bis zum 28. Februar werden zu diesem Zweck 383.671 junge Aktien zu einem Stückpreis von fünf Euro ausgegeben. Damit sich Investoren und Interessierte ein Bild von der Algen-Produktion machen können, lädt die Ecoduna am 26. Jänner und am 16. Februar jeweils um 17 Uhr zu Investorenveranstaltungen in die Pilotanlage nach Bruck. Dabei wird es jeweils eine Betriebsführung durch die Pilotanlage geben und die Besucher werden mehr über den Prozess der Gewinnung von hochwertiger Algen-Biomasse erfahren.

Kapital-Bedarf beträgt 3,5 Millionen Euro

„Der für den Bau der ersten industriellen Algen-Produktionsanlage in Österreich vorgesehene Kapitalbedarf wird insgesamt 3,5 Millionen Euro betragen“, informiert Johann Mörwald, CEO der Ecoduna AG. „Für 1,9 Millionen Euro wird es wieder einen Kapitalmarktprospekt der FMA geben, damit sich auch Kleinanleger an dem innovativen und für die Umwelt und unsere Gesundheit nachhaltigen Projekt beteiligen können“, erklärt Mörwald. Mit dem Erwerb eines Aktienpakets sollen Investoren die Möglichkeit erhalten, am Ausbau der Produktionsstätten teilzuhaben.

Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Ecoduna AG im März werden dann zusätzliche Aktien freigegeben, um auf den gesamten Kapitalbedarf von 3,5 Millionen Euro zu kommen. Mit der zu errichtenden industriellen Algen-Produktionsstätte, die von der Tochter der Ecoduna AG, der eparella GmbH, betrieben wird, wird bei Vollbetrieb ein jährlicher Umsatz von neun Millionen erwartet.