Gefängnis für Radlader-Diebe. Von einem Lagerplatz in Bruck stahl ein Duo aus Bulgarien im Februar eine Baumaschine im Wert von 80.000 Euro.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Oktober 2019 (03:34)
APA (Symbolbild/dpa)
Der Kopf der Bande ist ein 35-jähriger Wiener

Unumwunden gab ein 51-jähriger Bulgare vor Gericht zu, dass er im Februar dieses Jahres mit einem Landsmann (28) von einem Lagerplatz in Bruck einen Radlader mit einem Laster in die Heimat transportiert hat. „Das war ein Auftrag von zwei Serben. Ich war nur der Lkw-Fahrer. Ich habe nicht einmal gewusst, was ich transportieren werde und es hat mich auch nicht interessiert“, erklärte er, und er beteuerte: „Ich habe nicht gewusst, dass die Baumaschine gestohlen war.“

Die Richterin zeigte sich davon unbeeindruckt. „Dass sich ein Lenker eines Lasters nicht für die tonnenschwere Aufladung interessiert, ist wenig glaubhaft. Auch, dass sie bei Nacht und Nebel einfach vorfahren und eine teure Maschine ohne Papierkram und Rückfragen einfach abtransportieren“, kommentierte die Richterin die Erklärungen des Angeklagten. Zur Verantwortung des Beifahrers und mutmaßlichen Helfers (28), der beteuerte, während der ganzen Aktion geschlafen zu haben, schüttelte sie nur den Kopf.

Das in Österreich bislang unbescholtene Duo kam mit ihrer Verantwortung nicht durch: Der Schöffensenat befand es des schweren Einbruchdiebstahls für schuldig und verhängte Gefängnisstrafen von einem Jahr und elf Monaten. Die Urteile sind rechtskräftig.