„Rettungsgasse wurde wieder nicht gebildet“. Sieben Autos waren am Montagmorgen auf der A4 in einen Unfall verwickelt. Einsatzkräfte hatten es schwer durchzukommen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 02. Februar 2017 (05:41)
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NOEN, Asfinag

Der Einsatz auf der Ostautobahn gehört für die Brucker Feuerwehr ohnehin schon fast zur Montagmorgen-Routine. Diesen Montag waren sieben Fahrzeuge in einen Unfall nach der Raststation Göttlesbrunn verwickelt. Drei davon mussten von der Feuerwehr abgeschleppt werden. Verletzt wurde niemand.

Zum Glück, andernfalls hätte der Crash nämlich weit schlimmere Folgen als den kilometerlangen Stau, der sich binnen kürzester Zeit aufbaute, haben können. Denn: „Die Rettungsgasse hat wieder einmal nicht funktioniert“, erzählt Brucks Feuerwehr-Kommandant Claus Wimmer, dass er mit seinem Team eine gute Dreiviertelstunde brauchte, um von Bruck zur Einsatzstelle zu gelangen. „Die Lkw stehen auf der ersten Spur und machen keinen Platz, obwohl daneben der Pannenstreifen frei ist“, hat Wimmer kein Verständnis für das rücksichtslose Verhalten vieler Autofahrer. „Das ist hochdramatisch, wenn wirklich jemand dringend Hilfe braucht.“

Und dieses Nicht-Funktionieren der Rettungsgasse sei keineswegs ein Einzelfall. Immerhin ist die Brucker Feuerwehr regelmäßig bei Unfällen auf der Autobahn im Einsatz. Wimmer könne aus seiner Erfahrung jedenfalls nicht behaupten, dass die Rettungsgasse mehrheitlich so gebildet werde, wie es das Gesetz vorsehe. „Ich kann nicht erkennen, dass daran etwas besser wird“, so Wimmer.