Grüne lehnen Green-Washing von Atomstrom ab

Erstellt am 20. März 2022 | 05:40
Lesezeit: 2 Min
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Grünen-Gemeinderat Roman Kral und ÖVP-Stadtrat Christian Vymetal setzen sich dafür ein, dass Investitionen in Atomenergie nicht als „grüne“ Investition gelten sollen.
Foto: Susanne Müller
Eine Resolution der Grünen soll mit Unterstützung der ÖVP im April im Gemeinderat von Bruck eingebracht werden.
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Die neue Taxonomie-Verordnung der Europäischen Union sieht vor, dass alle Investitionen in Projekte europaweit gleichgestellt werden, die sich positiv auf das Klima und die Umwelt auswirken. Der Umstand, dass diese Gleichbehandlung auch für Atomenergie gelten soll, sorgt jedoch vielfach für schwere Bedenken. Auch eine aktuelle Studie im Auftrag des Klimaschutzministeriums bestätigt, dass Kernenergie keine „grüne“ Energieform ist.

Davon sind auch Grünen-Gemeinderat Roman Kral und Umweltstadtrat Christian Vymetal (ÖVP) überzeugt. Im Umweltausschuss wurde daher eine Resolution der Grünen behandelt, die sich gegen Atomkraft als nachhaltige Investition in der Taxonomie-Verordnung ausspricht.

Die Resolution soll Anfang April dem Gemeinderat vorgelegt werden. „Wir wollen die Resolution auch an die Gemeindevertreter-Verbände weitergeben“, appelliert Kral an alle anderen Gemeinden im Bezirk, die Resolution ebenfalls zu unterzeichnen. „Im Parlament herrscht Einigkeit, dass wir das Green-Washing von Atomstrom ablehnen“, so Kral, der betont, dass es zusätzlich auch wichtig sei, dass hierzu ein Zeichen aus der Bevölkerung komme.

„Es ist wichtig, dass die Entscheidungsträger in Brüssel sehen, da steht die Bevölkerung dahinter“, so Kral, der sich bei Vymetal bedankt, dass er die Resolution auf die Tagesordnung des Umweltausschusses genommen hat.

Beide hoffen auf breite Zustimmung im Gemeinderat und darauf, dass sich andere Gemeinden dem Beispiel anschließen. „Der Resolutionstext ist so verfasst, dass er keine parteipolitischen Meinungen beinhaltet“, betont Vymetal. Der Resolutionstext stammt vom Waldviertler Nationalratsabgeordneten der Grünen, Martin Litschauer.

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