Grundstücke für Gym-Zubau gäbe es

Erstellt am 11. Jänner 2023 | 05:20
Lesezeit: 3 Min
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Der Zubau zum Brucker Gymnasium wurde erst Ende 2019 abgeschlossen.
Foto: Susanne Müller
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Die Stadt Bruck hat zwei Vorschläge gemacht, weil derzeit Flächen in unmittelbarer Nähe der Bundesschule zum Verkauf stehen.

Ende 2019 wurde der Um- und Zubau des Gymnasiums abgeschlossen. Drei Jahre später ist der Platzmangel bereits wieder eklatant. „Wir sind bummvoll“, brachte es Direktorin Sabine Puchinger nach Abschluss der Anmeldephase im Vorjahr auf den Punkt.

Sogar mit den Turnsälen kommt man in der Bundesschule nicht aus. Bislang hatte man deshalb die Sporthalle der Volksschule Fischamender Straße angemietet. Die Gymnasiasten pilgerten also zur Turnstunde die Fischamender Straße entlang. Dort könnte es aber angesichts der steigenden Zahlen in der schulischen Nachmittagsbetreuung auch eng werden. Die Stadtgemeinde hat den entsprechenden Vertrag zumindest vorsorglich einmal gekündigt.

Bund möchte kostenlose Flächen für Schulbau

„Wir werden bei der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) Gas geben, dass wir zusätzliche Flächen brauchen“, erzählt Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ), dass er dem Bund bereits vor einem halben Jahr mögliche Grundstücke für einen Zubau vorgeschlagen habe. „Die Antwort war bisher nur die Frage, ob die Gemeinde gratis Flächen zur Verfügung stellen kann“, so Weil. Ganz ähnlich ist die Situation derzeit in Schwechat, wo man sich um einen weiteren Gymnasium-Standort bemüht. Doch auch dort hieß es, dass Grundstücke dafür kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssten – was die Gemeinde fürs Erste abgelehnt hat.

Auf NÖN-Anfrage bestätigt man seitens der Bildungsdirektion die Vorgabe des Ministeriums, dass eine Gemeinde das Areal kostenlos zur Verfügung stellen muss. Das „gilt bei jedem Schulneubau“, wird betont.

In Bruck wäre man eher an einem Zubau zur bestehenden Bundesschule interessiert. „Immerhin gäbe es derzeit die Möglichkeit, dass man angrenzende Flächen zukaufen kann“, verweist der Stadtchef auf die Liegenschaft der ÖBB, auf der sich früher der Deutsche Bahnhof befunden hat, aber auch auf eine große Fläche des Lagerhauses, die seit dem Lagerhaus-Neubau freigeworden ist. „Die Gemeinde selbst hat dort keine Grundstücke, aber die Gelegenheit sollte man nicht verpassen“, meint Weil.

Das Thema hat mittlerweile auch in den Landtagswahlkampf Einzug gehalten. Sowohl ÖVP als auch SPÖ und NEOS haben auf ihrer Themenliste für den Bezirk die Forderung nach einem zusätzlichen Standort einer höherbildenden Schule.

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