Hündin vor dem Verhungern gerettet. Schwer verwahrlost und krank wurde eine Hündin vom Amtstierarzt ihren Besitzern abgenommen und ins Tierheim gebracht.

Von Susanne Müller. Erstellt am 05. August 2019 (12:58)

Langeweile kommt beim Brucker Tierheim-Team diesen Sommer sicher keine auf. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht eine Meldung von neuen Schützlingen eingeht.
Am Samstag war es wieder so weit. Eine Hündin wurde von ihren Besitzern im Bezirk unter so schrecklichen Bedingungen gehalten, dass der Amtstierarzt samt Polizei-Unterstützung einschreiten musste, um den Haltern das Tier abzunehmen.

Die vier bis fünf Jahre alte Hündin wurde daraufhin ins Tierheim gebracht. Ihr Zustand habe alle erschüttert, erzählt Obmann-Stellvertreterin Anna Zwettler: „Lissi ist bis auf die Knochen abgemagert ins Tierheim gekommen. Sie hatte extrem lange Krallen, welche beim Gehen sicher Schmerzen verursachen. Ihr Fell war stellenweise kahl und sie leidet an einem großflächigen Ausschlag, der von einer Allergie oder von massivem Flohbefall herrühren kann. Sie hat entzündete Ohren und mehrere Mammatumore.“

Lissi musste sofort von der Tierärztin des Tierheims operiert werden. Die Tumore wurden entfernt und die Hündin kastriert, ihre Ohren gereinigt und behandelt. „Lissis Krallen wurden geschnitten. Wir haben ein großes Blutbild und einen Allergietest machen lassen. Lissi bekommt Spezialfutter, welches mehrmals täglich in kleinen Portionen an sie verfüttert wird. Ihr Organismus muss sich erst wieder an regelmäßige Nahrung gewöhnen“, so Zwettler, die davon ausgeht, dass die Nachbehandlungen und die weitere medizinische Versorgung der Hündin sehr viel Geld kosten werden.

„Wir würden uns daher sehr über Unterstützung für sie freuen. Das ist unter dem Betreff Lissi über die Bankverbindung des Brucker Tierheims möglich“, bittet Zwettler um Spenden. Lissi habe trotz allem das Vertrauen in die Menschen nicht verloren. „Sie ist eine sehr liebe und freundliche Hündin“, erzählt Zwettler, dass sie sich immer über Besuch freue. Bis die behördlichen Formalitäten erledigt sind, ist die Hündin nicht zur Vergabe freigegeben.