In der ÖVP scheint Frieden eingekehrt

Tina Heissenberger wurde mit 43 von 44 Stimmen zur Obfrau der ÖVP Bruck gewählt, der restliche Vorstand wurde einstimmig gewählt.

Erstellt am 25. August 2021 | 05:50
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Nach der Wahl des neuen Vorstands: Sebastian Zanker, Maria Lager, Thomas Siegl, Josefa Ecker, Christian Vymetal, Bundesrat Otto Auer, Obfrau Tina Heissenberger, Ronald Altmann, Doris Rosner-Toth, Eva Gorgosilich, Andrea Koch und Peter Zemann.
Foto: Susanne Müller

Es war der erste ordentliche Stadtparteitag der Brucker ÖVP seit 2016. Und er verlief ohne Streitigkeiten und Schlagabtausche. Tina Heissenberger, die schon seit April vom bisherigen Vorstand als geschäftsführende Obfrau eingesetzt war, stellte sich der Wahl zur Parteiobfrau nun vor der Vollversammlung – und erhielt 43 von 44 Stimmen. Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden sogar einstimmig gewählt.

„Ich möchte mich herzlich bedanken, dass Sie Vertrauen in uns zeigen“, zeigte sich Heissenberger über das Ergebnis erfreut. Der Umstand, dass mittlerweile mehr Frauen als Männer im Brucker ÖVP-Vorstand vertreten sind, sei ihr wichtig. „Frauen sind sehr kommunikativ und das ist in der schwierigen Situation, in der wir uns befinden, hilfreich“, spricht Heissenberger gleichermaßen die Wahlergebnisse der ÖVP in Bruck wie auch die Unstimmigkeiten, die die Stadtpartei zuletzt über viele Jahre begleitet haben offen an. „Diese Wunden haben große Narben hinterlassen“, weiß die neue Obfrau, die nun mit einem neuen Team durchstarten und das böse Blut der Vergangenheit angehören lassen will.

In der Stadt wolle man sich als „guter Ratgeber und Partner etablieren, um die gemeinsame Arbeit mit der SPÖ-Stadtregierung besser hinzubekommen. Ich hätte gerne, dass wir uns annähern“, betont Heissenberger, dass ihr nichts an „politischem Hick-Hack“ liege.

„Wollen verlässlicher Partner sein“

„Wir wollen ein verlässlicher Partner sein, wenn es um die Erhaltung der guten Dinge in der Stadt geht“, meint Heissenberger, dass die ÖVP „sehr grün im Herzen“. Gleichzeitig wolle man als Oppositionspartei freilich auch Akzente setzen. „Daher ist es auch unsere Pflicht, manche Dinge aufzuzeigen“, betont Heissenberger.

Ihr erklärtes Ziel sei es, wieder mehr Leute, vor allem junge, dafür zu begeistern, sich in der politischen Arbeit zu engagieren. „Wir haben recht viel Jugend im Vorstand eingebunden“, hofft Heissenberger, damit auch im Bereich der Neuen Medien neue Schwerpunkte setzen zu können. „Unsere Bünde sind stark, die Themen sind da“, betont die neue Obfrau, dass auch die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden müsse.

Gratulationen gab es auch von Bundesrat Otto Auer: „Ich wünsche euch für eure Arbeit viel Freude und dass ihr wenigstens die Hälfte all eurer Ziele erreicht.“ Ehrungen der Stadtpartei erhielten Patrick Steger, Maria Lager, Peter Zemann, Walter Steurer, Leonhard Ortner und Alexander Petznek, der sich im Vorjahr als Obmann zurückgezogen hatte. Er erhielt das silberne Ehrenzeichen.