Kabarett-Preis für Lagerhaus-Kassierin. Elisabeth Windholz erzählt die Geschichte der "herrenlosen Gurke". Ein Video davon ging im Netz viral. Nun bekam sie vom Kulturverein Stoßzeit dafür einen Ehrenpreis.

Von Susanne Müller. Erstellt am 27. Oktober 2020 (13:17)
Alois Rittler, Elisabeth Windholz und Markus Miletich bei der Überreichung der Urkunde.
Stosszeit

In Bruck kennt sie wahrscheinlich fast jeder: Elisabeth Windholz arbeitet seit vielen Jahren im Brucker Lagerhaus als Kassierin. Ein Video, das eine Kundin im Geschäft machte, als Windholz die Geschichte der „herrenlosen Gurke“ erzählte, ging jetzt auf Facebook viral. Über 190.000 Klicks wurden bereits verzeichnet.

„Wir als Kultur Stoßzeit fanden die Geschichte der herrenlosen Gurke so dermaßen witzig, dass wir kurzerhand den Ehren-Schmähtterling an die wortgewandte Lagerhaus-Kassierin Elisabeth Windholz vergeben haben“, erzählt Stoßzeit-Obmann Markus Miletich. „Aufgrund der Coronapandemie kann der beliebte Brucker Kabarettwettbewerb ‚Schmähtterling‘ heuer leider nicht stattfinden. Wir finden, Elisabeth Windholz ist ein würdiger Ersatz“, sagt Schmähtterling-Moderator Alois Rittler.

Windholz freute sich sehr, als sie von den Stoßzeit-Mitgliedern an ihrem Arbeitsplatz überrascht wurde: „Und den Preis kann heuer wirklich kein anderer mehr gewinnen? Na bevor er daschimpelt, nehm ich ihn“, lacht das Brucker Original. Sie selbst ist über den Erfolg des Videos noch immer total überrascht: „Die Geschichte hat sich vor zwei Jahren ereignet, darum hab ich auch keine Maske auf, und hat mich damals echt beschäftigt. So sehr, dass die Kunden und Kollegen angefangen haben, mir absichtlich Gurken aufs Förderband zu legen und die Geschichte immer wieder hören wollten.“

Das ging so lange, bis sie gesagt habe, sie erzähle sie ein letztes Mal. Und bei dieser Gelegenheit entstand das Video. Als Schmähtterlings-Siegerin 2020 sitzt Windholz dann auch in der Jury für den Wettbewerb 2021, der am 9. Oktober 2021 stattfinden wird. „Und wer weiß, vielleicht hat sie bis dahin ja sogar ein eigenes Programm und macht wirklich mit?“, schmunzelt Miletich.