Kampel-Kran kauft Brucker Rübenplatz

Erstellt am 27. April 2022 | 05:56
Lesezeit: 3 Min
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Martin, Michaela und Franz Kampel haben große Pläne für das Unternehmen.
Foto: Kampel
Martin Kampel investiert rund 15 Millionen Euro und errichtet auf 52.000 m² einen neuen Betriebsstandort.
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Das Kran- und Abschleppunternehmen, das Franz Kampel 1990 gegründet hat, hat in den vergangenen Jahren eine beträchtliche Entwicklung erlebt. Innerhalb weniger Jahre hat sich sowohl die Zahl der Mitarbeiter als auch jene der Fahrzeuge des Betriebs verdoppelt.

Für die 55 Mitarbeiter und vor allem für die knapp 40 Fahrzeuge ist es am angestammten Firmenstandort in der Färberstraße schon länger zu eng. „Der Grund hier ist noch von meinem Vater. Es schien uns damals utopisch, dass die 4.000 m² jemals zu klein werden könnten. Jetzt ist er ungefähr zehnmal zu klein“, erzählt Franz Kampel.

Gute Anbindung zur Autobahn wichtig

Also war man schon seit etwa zwei Jahren auf der Suche nach einem geeigneten neuen Grundstück. Zwar war man mit dem Areal zwischen Ritz und Mars fündig geworden, da die Mars allerdings für ihren eigenen Ausbau ebenfalls zusätzlichen Platz benötigte, begann die Suche erneut.

„Da für unsere Tätigkeit und Fahrzeuge eine möglichst gute Anbindung zur Autobahn nötig ist, wollten wir auch im Raum Bruck bleiben“, so der nunmehrige Geschäftsführer und Juniorchef Martin Kampel. Gekauft wurde letztendlich der Rübenplatz bei der ehemaligen Zuckerfabrik der Rüben Logistik GmbH (RLG). Mit 52.000 m² besteht dort ausreichend Platz, um den kompletten Betriebsstandort zu verlegen. Vor allem sei das Areal aber ideal, weil es bereits gut befestigt ist.

Keine neuen Flächen werden versiegelt

„Unser größter Kran hat 72 Tonnen Eigengewicht“, bringt Franz Kampel auf den Punkt, warum das Gelände jeder Menge Druck standhalten muss. Und es ist bereits zu 95 Prozent asphaltiert und betoniert. „Es müssen also keine neuen Flächen versiegelt werden“, betont Martin Kampel. Darüber hinaus liegt es nahe bei der Autobahn, Fahrten durch die Stadt können dadurch künftig großteils vermieden werden. Und es befinden sich 450 Meter Verladegleise auf dem Grundstück. „Dadurch können wir mehr Schwertransporte auf die Schiene bringen“, so Martin Kampel.

Sobald die Bauverhandlungen abgeschlossen sind, sollen dort Büros, Werkstätten, Sozialräume, Einstellhallen und Ballastlagerhallen ebenso errichtet werden, wie eine hauseigene Tankstelle, Parkplätze für die Mitarbeiter und neue Grünflächen. Zusätzlich errichten die Kampels auch eine eigene 57a-Prüfstelle für Schwerfahrzeuge.

„Wir müssen mit unseren Fahrzeugen bisher nach Leopoldsdorf oder Auersthal fahren. Da geht immer ein ganzer Arbeitstag fürs Pickerl-Machen drauf“, erklärt Martin Kampel die Überlegung, eine Prüfstelle vor Ort zu errichten. Die soll dann für alle Schwerfahrzeuge offen stehen. Fertig sein soll der neue Betriebsstandort jedenfalls schon im Februar. Bis dahin rechnet man mit einem weiteren Anwachsen auf 65 bis 70 Mitarbeiter.

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