Kaufvertrag für CTP Alpha fixiert - ÖVP übt Kritik

Die ÖVP befürchtet Belastungen für die Stadt Bruck durch mehr Verkehr. Alle anderen Fraktionen sehen Projekt positiv.

Erstellt am 30. Juni 2021 | 04:19
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VP-Sprecher Ronald Altmann
Foto: Müller

Die Pläne für die beiden Hallen der CTP Alpha haben schon im Februar für Kritik der ÖVP gesorgt. Daran konnte nun auch die Präsentation von deren Österreich-Chef Karl Brückner vor dem Gemeinderat nichts ändern.

„Keine unserer Bedenken konnten ausgeräumt werden. Zusätzliche Belastungen für die Bevölkerung werden entstehen“, ist ÖVP-Sprecher Ronald Altmann überzeugt. Er habe den Kaufvertrag rechtlich prüfen lassen. Keine der Zusagen sei darin auch entsprechend verankert. Man könne „nur hoffen“, dass der Käufer seine Zusagen einhalten werde.

SPÖ-Fraktionssprecher Josef Newertal konnte die Einwände der ÖVP nicht nachvollziehen: „Es wurden alle Fragen transparent beantwortet. Es ist keines dieser Schreckgespenster eingetreten.“

Was nicht im Kaufvertrag steht, zählt nicht

Auf seine Frage, von welchem Rechtsanwalt die Stellungnahme sei, wollte Altmann keinen Namen nennen. Es handle sich um einen langjährigen Brucker Rechtsanwalt, der für ihn eine Vertrauensperson sei. Er wolle sich jedenfalls nicht auf die Worte des CTP-Vertreters verlassen. „Was präsentiert wird, aber nicht im Kaufvertrag steht, zählt nicht“, so Altmann. ÖVP-Gemeinderat Thomas Riegler betonte, er sei nicht gegen das Projekt: „Arbeitsplätze vor der Haustür sind auch eine Form von Lebensqualität. Der Verkehr ist aber auch ein Faktor. Die Bevölkerung von Wilfleinsdorf ist besorgt.“ Schon jetzt gebe es genug Lkw-Mautflüchtlinge, die durch die Ortsgebiete fahren.

SPÖ-Bürgermeister Gerhard Weil betonte jedoch, dass es sich nun einmal um ein Industriegebiet handle. „Das ist verkehrstechnisch der beste Platz, weil er ohne Durchfahrt des Ortsgebiets erreichbar ist“, so Weil. Er lade die ÖVP ein, sich beim Innenministerium dafür einzusetzen, dass die Polizei mehr Personal bekommt, um gegen die Mautflüchtlinge vorzugehen.

Positiv sahen auch die Grünen das Projekt, insbesondere die Bemühungen von CTP in Sachen Umweltschutz. „Die versprechen uns da keine Eislutscher. Die machen das an ihren anderen Standorten auch so“, betonte Grün-Gemeinderat Roman Kral. „Die Bedenken, die die ÖVP äußert, hätte sie schon bei der Umwidmung äußern müssen“, so Kral.

Der Kaufvertrag wurde mehrheitlich beschlossen. Nur die ÖVP stimmte dagegen, mit Ausnahme von Gemeinderat Riegler, der sich der Stimme enthielt.