Klima-Modell: Erste Pläne für die Energie-Pilotregion

Maßnahmen für 2019 und 2020 beschlossen. Grüne Kritik an mangelnder Transparenz bei Projekt-Definition.

Susanne Müller
Susanne Müller Erstellt am 14. Januar 2019 | 04:54
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Gemeinderat Gemeinderatssitzung Symbolbild
Künftig sitzen nur noch 36 statt 37 Mandatare im Gemeinderat, ein Sitz bleibt leer.
Foto: Shutterstock/Denis Kuvaev

Im Herbst 2017 hat sich Bruck mit Höflein und Göttlesbrunn zu einer Klima- und Energie-Modellregion (KEM) zusammengeschlossen. Ziel der Kooperation ist es, sich dem Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen weiter anzunähern. Die Phase der Projektfindung ist jetzt abgeschlossen.

Im Gemeinderat wurde daher die weitere Betreuung durch den Energiepark für die Umsetzung in den kommenden zwei Jahren beschlossen. Die Stadt sieht dafür im Jahr 2019 knapp 14.700 Euro und im Jahr 2020 rund 19.700 Euro vor. Insgesamt – einschließlich der zu erwartenden Förderungen – liege der Investitionsbetrag aber bei rund 94.250 Euro.

"Unsere Zustimmung gibt es nur, weil wir dem Energiepark vertrauen"

Die Auftragsvergabe an den Energiepark wurde im Gemeinderat zwar einstimmig beschlossen, von den Grünen kam allerdings Kritik. Es sei nicht klar definiert, welche Projekte konkret umgesetzt werden sollen. Grüne-Sprecher Roman Kral bemängelte darüber hinaus, dass die Modellregion in erster Linie auf Bürgermeister-Ebene besprochen werde und nicht im zuständigen Ausschuss. „Unsere Zustimmung gibt es nur, weil wir dem Energiepark vertrauen“, stellte Kral klar.

SP-Bürgermeister Gerhard Weil betonte, dass der Maßnahmen-Katalog ausgearbeitet sei. „Dazu hast du auch beigetragen. Du weißt sehr wohl, was Programminhalt ist“, sprach er Kral direkt an. Modellregionsmananger Norbert Koller vom Energiepark erklärt, dass die zehn geplanten Maßnahmen sehr wohl definiert seien.