Klimaschutz: Modellregion geht in die zweite Runde

Erstellt am 19. Juni 2022 | 04:47
Lesezeit: 3 Min
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Der Auftakt erfolgt mit einem Schwerpunkt zu „Raus aus dem Öl“. Am Foto: Irene Schrenk mit den Bürgermeistern Franz Glock aus Göttlesbrunn, Gerhard Weil aus Bruck und Otto Auer aus Höflein sowie mit eNu-Regionsleiter Gerald Stradner.
Foto: Energiepark Bruck
Zehn Arbeitspakete haben sich die Gemeinden Bruck, Höflein und Göttlesbrunn vorgenommen.
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„Was in den letzten Jahren aufgebaut wurde, kann weitergeführt werden“, freut sich Irene Schrenk vom Energiepark, dass die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) weiter gefördert wird. Sie hat von Norbert Koller die Agenden als KEM-Managerin für Bruck, Höflein und Göttlesbrunn übernommen.

Insgesamt zehn Arbeitspakete wollen die drei Gemeinden in den nächsten drei Jahren angehen. Dazu gehören Themen wie Kreislaufwirtschaft, „Raus aus dem Öl“ ebenso wie Mobilität. „Wir wollen die Themen jetzt auf den Boden bekommen und Projekte umsetzen“, so Schrenk. Ein wesentlicher Schwerpunkt werde in den nächsten Jahren sein, sich nicht nur auf die Kooperation mit den Gemeindeführungen zu konzentrieren, sondern auch die Bevölkerung ins Boot zu holen. Dazu beitragen sollen Schulprojekte, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen.

Einer der ersten inhaltlichen Schwerpunkte widmet sich dem Vorhaben „Raus aus dem Öl“. „Dazu gibt es derzeit eine Förderung von 10.500 Euro von Bund und Land“, sagt Schrenk, dass die Bedingungen für einen Umstieg auf Alternativ-Energie noch nie so günstig waren. Die hohe Förderung und die gleichzeitig hohen Preise für fossile Brennstoffe zeige auch bereits Wirkung.

„Die Bevölkerung ist sehr motiviert. Derzeit haben wir eher das Problem, dass die Installateure ausgebucht sind und mit Lieferschwierigkeiten kämpfen“, so Schrenk. Das „Sorglos-Paket“, das in der KEM angeboten wird, komme jedenfalls sehr gut an. „Wir übernehmen dabei vorab die Energieberatung und anschließend kommt der Installateur, der auch gleich die Altgeräte entsorgt“, beschreibt Schrenk die Vereinbarung, die dafür mit den Installateuren getroffen wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt werde dann die Errichtung von Photovoltaikanlagen sein und die Organisation der Mobilitätswoche, die heuer erstmals nicht auf Bruck allein beschränkt sein soll, sondern an der sich die ganze KEM beteiligt. Dieses Thema sei besonders wichtig. „Andere Mobilitätsformen müssen an Terrain gewinnen, sonst sind die Klimaziele überhaupt nicht erreichbar“, weiß Schrenk.

Sie sieht viel Potenzial im Ausbau von Radwegen, auch für Scooter und E-Scooter sowie Lastenräder. Hier sei in Kooperation mit dem Land Niederösterreich die Arbeit bereits im Gange (die NÖN berichtete). „Hier wird ein eigenes Netz an Radwegen gebaut, um gute, attraktive Verbindungen vor allem für das Alltagsradeln zu haben“, verweist Schrenk auf die Pläne für die Radpotenzialregion, zu der neben den KEM-Gemeinden auch Bruckneudorf gehört.

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