Lagerhaus: 10,5 Millionen Euro für neuen Markt. Auf der 31.000 Quadratmeter-Fläche in der Feldgasse soll heuer ein modernes Einkaufsareal entstehen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 26. Mai 2021 (05:49)
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So soll der neue Lagerhaus-Markt in der Feldgasse aussehen, wenn alles fertig ist. Neben dem bisherigen Lebensmittel und Haus- und Gartenmarkt, soll mit einem großen Glashaus ein Akzent auf den Pflanzenbereich gelegt werden. Auch der Radshop übersiedelt in die Feldgasse.
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BRUCKDer Lagerhaus-Markt in der Feldgasse ist in die Jahre gekommen. Das Allround-Geschäft, das 1983 eröffnet wurde, soll deshalb bald einem modernen Neubau weichen. Dieser Entscheidung vorausgegangen sind viele Überlegungen, die letztendlich wieder verworfen wurden. Nun ist man sich einig: „Es wird ein Neubau.

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Lagerhaus-Geschäftsführer Bernd Pflanzer: Ende 2021 soll eröffnet werden.
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Die einzigartige Kombination aus Lebensmittel und Haus- und Gartenmarkt im Zentrum ist die beste Lösung für unsere Kunden“, ist Lagerhaus-Geschäftsführer Bernd Pflanzer überzeugt. 10,5 Millionen Euro investiert das Lagerhaus in das Vorhaben. „Das ist für uns ein sehr großes Projekt. Ich bin aber überzeugt, dass es eine sehr gute Investition ist. Es ist genau das, was in Bruck im Stadtzentrum Sinn macht“, so Pflanzer.

Der Markt soll weiterhin den großen Vorteil haben, dass er fußläufig und mit dem Fahrrad erreichbar ist. Dazu beitragen will das Lagerhaus auch mit der Abtretung eines Grundstücksteils an der alten Bahnstrecke, die einen neuen Radweg ermöglichen soll (die NÖN berichtete). „Die Versiegelung von neuen Flächen am Stadtrand wäre außerdem auch nicht in unserem Sinn gewesen“, so Pflanzer, der zudem keinen „Beitrag zur Verödung des Stadtzentrums“ leisten wollte.

Außerdem hätte ein Umbau im laufenden Betrieb viel länger gedauert. „Das wäre weder kundenfreundlich noch attraktiv“, so Pflanzer. Nun soll also neben dem bestehenden Markt ein neuer, deutlich größerer Markt mit allen bisherigen Produkten errichtet werden. Zusätzlich wird hier künftig auch der Radshop, der sich derzeit in der Teichgasse befindet, eingegliedert werden.

Lebensmittel-Bereich als Eurospar-Markt

Die Gesamtfläche inklusive Lager wächst durch den Neubau von den jetzt 2.300 Quadratmetern auf dann satte 6.500 Quadratmeter an. Neu wird, dass der Lebensmittelbereich vom Lagerhaus als Eurospar-Markt betrieben werden soll. „Das gibt es bei uns schon in Grimmenstein und es hat sich bewährt“, erklärt Pflanzer, dass dadurch die Produktpalette deutlich umfangreicher werde.

Er wird von derzeit 500 Quadratmetern künftig auf 1.250 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Auch der Haus- und Gartenmarkt wird im Neubau wesentlich größer ausfallen als bisher. Anstelle der jetzt 1.800 Quadratmeter wird der Markt alleine dann 2.500 Quadratmeter aufweisen und noch durch ein Glashaus mit 1.500 Quadratmetern ergänzt.

„Durch das Glashaus wollen wir künftig einen starken Akzent auf das Thema Garten und Gartenpflanzen legen“, so Pflanzer. Erweitert wird dieser Bereich noch durch eine überdachte Freifläche. All das soll wie bisher über einen gemeinsamen Eingang erreichbar sein. Lediglich der neue Radshop wird über einen eigenen Eingang verfügen. „Dort handelt es sich um ein Fachgeschäft auf höchstem Niveau, für das Kunden sogar extra aus Wien zu uns kommen“, erklärt Pflanzer, dass eine Vermischung mit dem restlichen Geschäft daher wenig Sinn mache. Aufgrund der deutlichen Vergrößerung werde man auch „den einen oder anderen neuen Arbeitsplatz schaffen“. Derzeit arbeiten rund 45 Personen am Standort.

Der gesamte Komplex soll freilich technisch auf dem neuesten Stand sein. Geplant ist neben einer Kühlung mit Wärmerückgewinnung etwa auch eine Photovoltaikanlage am Dach mit 240 KW. „Optisch wollen wir viel mit Holz arbeiten. Der neue Markt soll wirklich auch optisch ansprechend werden“, so Pflanzer. Eröffnet soll der neue Markt bereits Anfang Dezember werden. Danach wird der bisherige abgerissen.

An seiner Stelle entsteht zum einen der neue Parkplatz, aber auch eine Grünfläche. Fix ist jedenfalls, dass der Kunden- und Anliefer-Verkehr künftig entflochten wird. „Kunden sollen dann nur noch über die Feldgasse zufahren. Die Anlieferung erfolgt nur noch über die Lagerhausstraße“, hofft Pflanzer, dass damit die Feldgasse etwas entlastet wird. Einzig für die Radfahrer soll es künftig auch einen Zugang zum Markt von der Rückseite geben.