„Lockdown-Hunde“ bereiten Sorgenfalten im Tierheim

Vergabe von Tieren ist bis nach dem Ende des Lockdowns im Tierheim Bruck ausgesetzt. Trend zur Abgabe von jungen Hunden und alten Katzen.

Erstellt am 30. Januar 2021 | 05:34
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Das Tierheim vergibt derzeit keine Tiere. Dabei ist das Katzenhaus voll und einige ältere Hunde warten auf eine Aufnahme im Tierheim.
Foto: Tierheim Bruck

Das Tierheim zählt seit Beginn der Corona-Krise zu den Leidtragenden der Ausnahmesituation. Nicht nur, dass durch die Absage von Flohmärkten und anderen Veranstaltungen wichtige Einnahmequellen weggefallen sind, so ist derzeit auch die Vergabe der Tiere aus Sicherheitsgründen gestoppt – und zwar noch bis zum Ende des Lockdowns.

„Wir nutzen diese Zeit, um den Frühjahrsputz vorzuverlegen, mit unseren Schützlingen zu trainieren, und ihnen die Zeit ohne ihre ehrenamtlichen Gassigeher so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten“, erzählt Tierheim-Obfrau Anna Zwettler. Dabei würden die zahlreichen Weihnachtsgeschenke helfen, die infolge des Facebook-Adventkalenders des Tierheims für die Tiere gespendet wurden. „Wir möchten uns auf diesem Weg herzlich bei allen Weihnachtselfen bedanken, die trotz dieser herausfordernden Zeit liebevoll Geschenke ausgesucht und zu uns gebracht haben“, so Zwettler.

Die Arbeit des Tierheim-Teams geht freilich auch im Lockdown weiter. Das Team ist nach wie vor für ausgesetzte, verletzte und herrenlose Tiere im Einsatz. Besorgniserregend seien allerdings zwei Trends, die in letzter Zeit auffallend gewesen seien. Zum einen würden sich Anfragen zur Abgabe von älteren Katzen häufen. „Diese Tiere sind oft zwischen 12 und 17 Jahre alt und müssen aus unterschiedlichsten Gründen aus ihrem langjährigen Zuhause weg“, erzählt Zwettler. Zum anderen würden sich Leute vermehrt im Lockdown Welpen oder Junghunde, meist Rassehunde, anschaffen. Von ihnen würden letztendlich viele im Tierheim landen, befürchtet Zwettler.