Wenn Autofahrer streiten, die Zweite. 50-Jähriger hatte seinem Gegenüber im Wortgefecht gedroht, ihn umzubringen. Geldstrafe von 750 Euro, anstatt der vorerst 250.

Von Christian Pfeiffer. Erstellt am 28. Mai 2021 (05:15)
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Zum zweiten Mal musste sich Richter Manfred Hohenecker mit der Anklage gegen einen 50-jährigen Mazedonier wegen gefährlicher Drohung beschäftigen. Der Vorfall selbst datiert vom 20. November 2020, an dem ein Autofahrerstreit in Bruck eskalierte und der 50-Jährige sich dazu hinreißen ließ, seinem Gegenüber zu drohen, ihn umzubringen.

Die Wiederholung wurde durch eine Berufung der Staatsanwaltschaft gegen die diversionell verhängte Geldbuße von 250 Euro, die aus ihrer Sicht zu niedrig war, notwendig.

Denn das Oberlandesgericht in Wien hat am 16. April 2021 den Beschluss ersatzlos aufgehoben; ungeachtet auch der Tatsache, dass der Mazedonier die 250 Euro bereits bezahlt hatte. Im zweiten Anlauf und mit einem „g’scheiteren Geständnis“ war es eine Diversion in der Höhe von 750 Euro, mit der Hohenecker hoffte, die Staatsanwaltschaft zufriedenzustellen, die diesmal dagegen keine Einwände hatte. Die bereits geleistete Zahlung sah der Richter als erste Rate an. „Jetzt hat sich’s erledigt“, waren schließlich alle Beteiligten froh über den Abschluss des Akts.