Neue Mandatarin Delfs: "Es gibt viel zu tun“

Angelika Delfs will sich als Grün-Gemeinderätin vor allem für die Bereiche Familie, Kinder und Bildung einsetzen.

Erstellt am 07. Oktober 2018 | 04:45
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Angelika Delfs besetzt nun neben Brucks Grünen-Urgestein Roman Kral den zweiten Platz der Grünen im Gemeinderat.
Foto: Müller

„Ich bin jemand, der gerne sagt, was er sich denkt. Gekuscht wird sowieso viel zu viel“, erklärt Angelika Delfs im NÖN-Gespräch, warum sie den Schritt in den Gemeinderat gewagt hat und die Grünen nun auch auf dieser Ebene unterstützen will.

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„Die Welt ist in einem Zustand, bei dem man nicht mehr ruhig sein darf“, ist Delfs überzeugt, dass es nicht nur beim Thema Umwelt viel zu tun gibt. Einfallen würde ihr da gleich jede Menge, von Photovoltaik-Anlagen auf den Gemeinde-Dächern bis hin zu gesunder Ernährung in den Kindergärten und der Nachmittagsbetreuung. Letzteres trifft auch eines der Kernthemen, um die sie sich als Gemeinderätin kümmern will.

„Mir sind besonders die Themen Familie, Kinder, im weitesten Sinn auch Bildung wichtig“, betont die Sonderpädagogin, die sich seit 20 Jahren intensiv mit Menschen mit Behinderungen beschäftigt, dass ihr vor allem deren Inklusion – „überall, aber vor allem in der Schule“ – ein besonderes Anliegen ist.

„Wir müssen wieder mehr zusammenrücken“

Aber auch die Kleinkinderbetreuung werde bei ihr im Vordergrund stehen. „Ich finde es wichtig, dass auch hier entsprechende Qualität eingefordert wird“, sagt Delfs. Insgesamt wolle sie dafür eintreten, dass wieder mehr Solidarität gelebt werde.

„Wir müssen wieder mehr zusammenrücken, mehr füreinander tun und nicht wegschauen“, betont Delfs, die es in diesem Zusammenhang besonders erfreulich findet, dass es in Bruck den Verein „Unser Bruck hilft“ gibt: „Das bereichert die Menschen irrsinnig.“ Delfs hatte mit ihrer Familie selbst ein Jahr lang Menschen aus Syrien und Palästina bei sich zu Hause untergebracht. Im Gemeinderat will sie die Kommunikation über Parteigrenzen hinweg mit allen pflegen. „Weder will ich nur die Grüne sein, noch will, dass andere die Blauen oder Schwarzen sind.“