Neuer Standort für die Kinderkrippe. Die „Gugelbären“ kommen als neue Betreiber gut an. Zwei Gruppen ziehen ab Herbst in den derzeitigen Kindergarten Wienergasse ein.

Von Susanne Müller. Erstellt am 15. Juli 2020 (06:09)
Der Kindergarten Wienergasse wird künftig zur Krippe für die Kleinsten werden.
Müller

Bei der Burg kann man mittlerweile gut erkennen, dass die Revitalisierung bereits kurz vor dem Abschluss steht. Ab dem Herbst soll das ehemalige Augustinerkloster als Generationenhaus nicht nur Wohnungen und Arztordinationen beherbergen, sondern auch den Kindergarten I, der sich derzeit in der Wienergasse befindet, und die Mobiki-Kindergruppen aus der Höfleinerstraße.

Der Mietvertrag dafür wurde in der Vorwoche vom Gemeinderat abgesegnet. Eigentlich wäre auch geplant gewesen, in der Burg zwei Kinderkrippen-Gruppen einzurichten.

Doch nun kommt es anders. „Es steigt auch die Zahl der Zweieinhalbjährigen. Für sie gilt im Kindergarten ein anderer Betreuungsschlüssel. Für sie soll daher eine eigene Gruppe in der Burg eingerichtet werden“, erklärte SP-Bildungsstadträtin Lisa Miletich. Insgesamt komme man damit schon fünf der sechs Gruppen, die in der Burg zur Verfügung stehen werden. Für die Kleinkinder-Krippe würde also nur noch eine Gruppe übrig bleiben.

Nachdem der frühere Betreiber der Tagesbetreuungseinrichtung aber im Vorjahr von der Stadtgemeinde gekündigt worden war (die NÖN berichtete) und die Höfleiner „Gugelbärenbande“ die Betreuung der Krippe übernommen hat, sei das Interesse daran jedoch massiv gestiegen. „Wir haben überwältigend viele Anmeldungen“, berichtete SP-Bürgermeister Gerhard Weil, dass anstelle der früher fünf bis 12 Kinder derzeit Anmeldungen für 31 Kinder vorliegen würden. „Das bedeutet, wir brauchen zwei Gruppen“, so Weil. So sei die Idee entstanden, die Krippe im derzeitigen Kindergarten in der Wienergasse unterzubringen. Dort stehen drei Gruppen zur Verfügung, somit habe man sogar noch Platz für eine mögliche Erweiterung, erklärte Miletich. „Außerdem haben wir dort einen wunderschönen Garten, der rundherum eingezäunt ist“, merkte Miletich an. Die neuen Betreiber seien auch bei den Tarifen Bestbieter gewesen. „Künftig wird die Einrichtung aber nur noch eine Woche im Sommer und eine Woche zu Weihnachten geschlossen sein“, zeigte sich Weil erfreut.

„Gar keine Schließzeiten mehr“, sei das erklärte Ziel der Grünen. „Da setze ich Hoffnungen auf die neue Stadträtin Lisa Miletich, der ich diesbezüglich deutlich mehr zutraue als ihrem Vorgänger“, so Grünen-Sprecher Roman Kral. Er zeigte sich auch über die Neuvergabe der Betreuung erfreut, die die Grünen schon seinerzeit beim Standort-Wechsel in die Höfleinerstraße gefordert hatten. In der Wienergasse sehe man die Freifläche positiv, im Gebäude sei aber für Barrierefreiheit zu sorgen.