Parksheriffs schauen auf Hundehaufen

Nach 25 Jahren, in denen die Firma Securop die Kurzparkzone in der Brucker Innenstadt überwacht hat, wurde der Auftrag nun aus Kostengründen neu vergeben. Mit einer kleinen Zusatzaufgabe.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:55
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Die Einhaltung der Kurzparkzone wird ab 2022 von einer anderen Firma überwacht. Zusätzlich sollen demnächst auch die Weichen für Handyparken in Bruck gestellt werden.
Foto: Josef Rittler

Seit die Kurzparkzone in der Brucker Innenstadt im Jahr 1996 eingeführt wurde, wurde sie von den Mitarbeitern der Firma Securop überwacht. Mit Anfang 2022 soll sich das nun ändern: Ab da wird dies die WSD Sicherheitsdienst GmbH übernehmen. „Die Firma überwacht die Kurzparkzone in Hainburg und dort ist man damit sehr zufrieden“, erklärt der zuständige Verkehrsstadtrat Felix Böhm (Bürgerliste). Der Grund für den Wechsel des Anbieters liege schlicht darin, dass die WSD ein günstigeres Angebot vorgelegt habe.

Handyparken ist jetzt doch geplant

Im Gemeinderat verwies dann Grün-Gemeinderat Roman Kral darauf, dass VP-Gemeinderat Sebastian Zanker schon im Ausschuss gefragt hatte, ob die Parksheriffs nicht auch gleich für die Hundekot-Problematik beauftragt werden könnte – ein Thema, auf das die ÖVP schon seit längerem pocht. Und zum Teil kam Böhm dem auch nach: „Die Parksheriffs werden sich innerhalb der Kurzparkzone auch darum kümmern, aber nicht außerhalb.“

Es sei nicht möglich, dass die WSD-Mitarbeiter in den Siedlungsstraßen oder in den Parks gegen Hundekot auf den Wegen vorgehen. Zudem werden die Parksheriffs zumindest für den Anfang auch keine Handhabe zu strafen haben, wie Böhm auf NÖN-Anfrage erklärt: „Sie werden fürs Erste ermahnen.“

„Es ist gut, wenn sie auch auf Sauberkeit und Ordnung schauen. Besser spät als nie“, meinte ÖVP-Sprecher Ronald Altmann, der auch einen Vorgriff auf die nächsten Beschlüsse machte: „Das Handyparken soll jetzt auch kommen, wie wir es schon 2016 gefordert haben“, erinnerte Altmann, dass dies damals von der SPÖ abgelehnt worden war. Nun soll der Zug aber in diese Richtung fahren.

„Das wird bei der nächsten Sitzung Thema sein“, bestätigte Böhm. Altmanns Wunsch, dass man auch dezitierte Hunde-Sheriffs einsetzen könnte, wurde jedoch eine Absage erteilt. „Privatpersonen können keine Organmandate ausstellen. Aber die WSD wird sich ja nun in der Innenstadt darum kümmern“, betonte Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ).

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