Bruck an der Leitha

Erstellt am 06. Dezember 2018, 05:22

von Susanne Müller

Pflegeheim Feuerwehr-Übung evakuiert. Probe für den Brandfall im Marienheim: 29 teils bettlägerige oder gehbehinderte Bewohner wurden ins Freie gebracht.

Die Einsatzkräfte brachten die Bewohner aus dem verrauchten Gebäudeteil in Sicherheit.  |  FF Bruck/Kampel

Für die Einsatzkräfte ist es eines der heikelsten Szenarien in der Stadt, das am Freitag beübt wurde: Ein Brand im Marienheim. Das Pflegeheim wird von über 100 Menschen bewohnt, von denen eine Vielzahl bettlägerig oder nicht selbstständig mobil ist.

Entsprechend schwierig gestaltet sich dort freilich ein etwaiger Einsatz für die Feuerwehr. Dieser wurde daher möglichst realistisch beübt, nämlich mit den tatsächlichen Heim-Bewohnern und nicht mit Übungsstatisten. „Die Annahme war ein Brand in einem Zimmer im zweiten Stock“, erzählt Brucks stellvertretender Feuerwehr-Kommandant Matthias Petschka. Im betroffenen Gebäudeteil befanden sich 29 Personen. Zu Simulationszwecken war der Trakt mit der Nebelmaschine verraucht worden. Aus jenem Zimmer, in dem der Brand ausgebrochen war, wurde eine Person bereits vom Pflegepersonal gerettet.

 "Waren hochzufrieden mit Übung"

 Die Einsatzkräfte machten sich mit schwerem Atemschutz an Evakuierung der anderen Zimmer. „Zum Teil haben wir die Bewohner samt Matratzen aus ihren Betten gehoben“, schildert Feuerwehr-Kommandant Claus Wimmer. Andere mussten gestützt werden, um den Weg durch das verrauchte Gebäude ins Freie zu finden. Zur Unterstützung waren kurz darauf auch die Feuerwehren aus Wilfleinsdorf, Pachfurth und Gerhaus ebenfalls mit ihren Atemschutztrupps vor Ort. Gleichzeitig wurde das Feuer bekämpft. Rasch waren alle Bewohner in Sicherheit gebracht und das Feuer gelöscht.

„Vier Feuerwehren waren mit acht Fahrzeugen und 38 Mann im Einsatz. Alles hat tadellos funktioniert“, zeigte sich Wimmer auch von der Organisation des Pflegeteams, der Heimleitung und der Brandschutzbeauftragten im Heim beeindruckt. „Wir waren hochzufrieden und sind sehr froh und dankbar, dass uns die Möglichkeit geboten wurde, so eine Übung durchzuführen“, betont Wimmer.