Rockmusik mit Polka-Klängen

Erstellt am 03. Februar 2022 | 04:58
Lesezeit: 2 Min
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Die Band „Polka Streng“ begeisterte mit einem Jubiläumskonzert im Stadttheater: Werner Veszely, Werner Köckeis, Max Stallybrass, Franz Maurer, Manfred Jüngling und Reinhard Lamprecht.
Foto: Otto Havelka
Die Band „Polka Streng“ begeisterte mit ihrem Auftritt im Stadttheater Bruck.
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„Jetzt aber wirklich wirklich“ lautete das Motto am vergangenen Samstag im Stadttheater. Die Brucker Band „Polka Streng“ lud zum Jubiläumskonzert anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens. Geplant war der Auftritt ja schon für November 2020, bei dem Bandgründer Franz Maurer auch gleich seinen 60. Geburtstag gefeiert hätte. Doch dieses Konzert sowie die Ersatztermine im April und Dezember 2021 fielen den jeweils gültigen Corona-Maßnahmen zum Opfer. 

Das lange Warten hat sich für die zahlreich erschienenen Fans jedenfalls gelohnt. „So gut wie heute waren sie noch nie“, lautete der einhellige Tenor im Publikum.

Franz Maurer (Schlagzeug), Manfred Jüngling (Gitarre), Werner Köckeis (Trompete), Max Stallybrass (Saxofon), Werner Veszely (Saxofon) und Reinhard Lamprecht (Bass) begaben sich in gewohnter Manier „auf die Suche nach der böhmischen Volksmusik in der nicht-klassischen Rockmusik“, wie Maurer den Sound des Sextetts definiert. Zumeist weniger bekannte Rocksongs werden dabei mit Polka-Klängen verwoben und lassen das Publikum oft rätseln, welche Sequenzen aus der Rock-Nummer stammen oder schon schräge Volksmusikrhythmen sind.

Derart verarbeitet werden dabei etwa Songs von King Crimson, Carla Bley, Tom Waits oder den Beatles. Am liebsten widmet sich „Polka Streng“ aber Werken des exzentrischen Komponisten und Musikers Frank Zappa. Bandleader Maurer garniert dies zumeist mit skurrilen Geschichten über einen fiktiven Besuch Zappas in seinem Heimatort Trautmannsdorf.

Darauf mussten die Zuhörer beim Jubiläumskonzert allerdings verzichten. Die Band spielte konzentriert und ohne Pause ihr Programm aus alten und neuen Songs. Mit Standing Ovations wurde das Sechs-Mann-Orchester gefeiert und pünktlich um 22 Uhr war Schluss – Sperrstunde aufgrund der Corona-Beschränkungen.

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