Schlagloch brachte Räderdieb zu Fall. Schon nach zwei Wochen ignorierte Slowake Einreiseverbot und stahl in Bruck einem Schüler (13) sein funkelnagelneues Fahrrad.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 23. August 2017 (05:07)
Shutterstock/Rainer Fuhrmann
Der Fahrraddieb brachte sich selbst zu Fall.

Ein Jahr saß der Slowake Mario M. (30) von seiner 18-monatigen Strafe wegen Einbruchdiebstahls hinter Gittern ab, dann wurde ihm eine bedingte Entlassung gewährt. Allerdings mit der Auflage, die nächsten fünf Jahre nicht mehr nach Österreich zu kommen.

Zwei Wochen hielt sich der Slowake an die Weisung, dann reiste er wieder ein und wurde prompt rückfällig: Am Brucker Hauptplatz brach er mit einem Bolzenschneider die Sperrvorrichtung an einem Fahrrad auf, schwang sich auf den Drahtesel und flüchtete, als ihn ein aufmerksam gewordener Zeuge anschrie.

"Ich wollte nur eine Freundin besuchen"

In seiner Panik übersah der Räderdieb jedoch ein Schlagloch und kam zu Sturz. Angeschlagen ließ er die Beute liegen und flüchtete zu Fuß weiter. Aber nur kurze Zeit später klickten die Handschellen.

„Ich kam nicht zum Stehlen, ich wollte nur eine Freundin besuchen“, beteuerte der Slowake vor Gericht. „Dafür waren Sie aber bestens ausgerüstet. Ich nehme zu einem Date keinen Bolzenschneider mit“, kommentierte Anklägerin Gudrun Bischof harsch und meinte: „Eine unfassbare Frechheit.“

Daraufhin beteuerte er: „Ich stand unter Drogeneinfluss und wusste nicht, was ich tat.“

Doch das kaufte ihm die Richterin nicht ab. „Dafür haben Sie zu zielgerichtet gehandelt“, entgegnete sie und verhängte über den bereits mehrfach vorbestraften Slowaken eine 22-monatige Gefängnisstrafe.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.