Schritt für Schritt zu Verkehrskonzept. Es sollen Radwege nach Wilfleinsdorf und in den Ecoplus-Park entstehen. Gesamtkonzept liegt nach wie vor nicht vor.

Von Susanne Müller. Erstellt am 03. Mai 2018 (04:01)
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Feistritztal Radweg Familie Radfahren Symbolbild
Wiener Alpen/Franz Zwickl

An einem Verkehrskonzept für die Stadt wird schon seit geraumer Zeit gearbeitet. Ganz unter Dach und Fach ist es aber nach wie vor nicht.

Nun sollen zwei erste Maßnahmen umgesetzt werden, die von der Bevölkerung schon lange gefordert werden. Und zwar geht es um zwei Radwege. Zum einen soll endlich ein Radweg zwischen Bruck und Wilfleinsdorf errichtet werden. Dafür soll das nunmehr stillgelegte Teilstück der Wilfleinsdorfer Straße bis zum abgesperrten Bahnübergang genutzt werden. Ab dort müssen Radfahrer einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und beim Viadukt in die Eisteichgasse einbiegen.

Zum anderen soll ein Radweg ins Ecoplus-Areal errichtet werden. „Die Planung übernimmt das Kuratorium für Verkehrssicherheit“, erklärt VP-Stadtrat Peter Zemann.

"In einer Kleinstadt ist das so nicht möglich"

Darüber hinaus wurde im Gemeinderat nun eine „Präambel“ beschlossen, die gleichsam ein Leitbild für die Verkehrsentwicklung in der Stadt bilden soll. „Ich habe mich in den Verkehrsausschuss hineinreklamiert und den Antrag gestellt, dass ein Leitbild erstellt werden soll“, spart SP-Bürgermeister Richard Hemmer nicht mit Kritik am Verkehrstadtrat und merkt an, dass sonst in der Causa „überhaupt nichts weitergehen würde“.

Zemann will das so nicht gelten lassen. Das „Leitbild“ sei eine Präambel, die ursprünglich für Zürich entworfen worden sei. Deshalb habe er sich ursprünglich skeptisch gezeigt. „Das war auf die hauptsächliche Nutzung von Öffis zugeschnitten. In einer Kleinstadt ist das so nicht möglich“, so Zemann. Letztendlich habe man sich auf einige Eckpunkte geeinigt, mit denen „wir alle leben konnten“, so Zemann.

Darüber hinaus wurde die Parkraumbewirtschaftung im Stadtkern evaluiert. „Die Evaluierung ergab keine gravierenden Unterschiede zur Situation von 2008“, erklärt Stadtchef Hemmer, dass es keinen großen Handlungsbedarf in dem Bereich gäbe. Es werde aber in der Tegetthoffgasse erforderlich sein, einen neuen kostenlosen Parkplatz zu schaffen. Auf dem Grundstück, das die Gemeinde dort derzeit als Parkplatz mietet, sei nämlich ein Bauprojekt geplant. „Wir werden stattdessen den ehemaligen Schneider-Tennisplatz zu einem Parkplatz machen“, kündigt Hemmer an.

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