Notstrom hat die oberste Priorität

Bruck und Schwechat sind gut für den Fall eines Blackouts vorbereitet.

Erstellt am 03. November 2021 | 04:34
Stromausfall Kerze Blackout Symbolbild
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Ist es erst einmal dunkel, dann muss alles schnell gehen. In Schwechat, der mit 20.000 Einwohnern größten Stadt im Bezirk, gibt es einen klaren Notfallplan.

Allen voran wird ein Krisenstab mit sämtlichen Blaulichtorganisationen gebildet, um die weitere Vorgangsweise zu koordinieren. Die gemeindeeigene Infrastruktur ist zudem abgesichert – sowohl Wasserversorgung als auch Abwasserentsorgung können dank Notstromaggregaten und ausreichenden Behälterkapazitäten bis zu einer Woche ohne Strom aufrechterhalten werden.

Das Betanken von zentralen Fahrzeugen von Gemeinde, Feuerwehr, Polizei oder Rettung sind über die Tankstelle am Bauhof möglich. Das Seniorenzentrum wiederum ist mit Vorräten für mehrere Wochen ausgestattet.

Festnetz funktioniert bei Blackout weiterhin

Auch in Bruck will man für den Ernstfall vorbereitet sein. „Wir haben den Ankauf einer Tankstellen-Anlage im Stadtrat beschlossen. Das ist ein Fahrzeug, mit dem Sprit zum Beispiel zu Notstromaggregaten transportiert werden kann“, erklärt Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ).

Ziel sei, die wichtigsten Dinge in der Stadt mit Notstromaggregaten versorgen zu können, „um die öffentlichen und technischen Einrichtungen im Betrieb halten zu können. Denn, ohne Strom geht heutzutage ja gar nichts mehr.“ Deshalb sei es auch wichtig, dass in Institutionen und Behörden noch mit Festnetz-Telefonen gearbeitet wird. „Die funktionieren bei einem Blackout weiter, die Mobiltelefone nicht“, so Weil.