Stadthalle: Pächter ist wieder abgesprungen

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:37
Lesezeit: 3 Min
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Die Stadthalle steht derzeit wieder ohne Pächter da. Eine Entscheidung, wie es weitergeht, soll noch diese Woche angebahnt werden.
Foto: Susanne Müller
Peter Heinrich, der im April den Zuschlag für die Brucker Stadthalle bekam, übernimmt das Lokal nun doch nicht. Weitere Vorgangsweise ist derzeit noch ungewiss.
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Es sieht so aus, als bliebe die Stadthalle noch ein wenig länger geschlossen. Denn der Erstgereihte, der nach der Ausschreibung den Zuschlag des Gemeinderats bekommen hatte, ist nun wieder abgesprungen.

„Es gab mehrere Faktoren, auch persönliche. Wir sind in manchen Dingen nicht übereingekommen“, bestätigt Peter Heinrich, dass er die Stadthalle nicht übernehmen wird. Das Buffet in den Bundesschulen, Gymnasium und HAK werde er künftig vom Gasthof Paus in Götzendorf aus bekochen. Denn, so Heinrich, er plane auch als „Kegelwirt“ in der Hanuschstraße aufzuhören.

ÖVP startet Planungen für neue Eventlocation

Was das nun für die Stadthalle bedeutet, ist derzeit noch nicht klar. Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) will die weitere Vorgangsweise bei einem Gespräch mit den Klubsprechern klären: „Da werden wir beraten, ob wir eine Vergabe an den Zweitgereihten ins Auge fassen oder ob wir neu ausschreiben. Ich will auf jeden Fall eine gemeinsame Vorgehensweise.“

Diesem Gespräch will auch ÖVP-Sprecher Ronald Altmann nicht vorgreifen. „Der Ball liegt jetzt eindeutig beim Bürgermeister“, so Altmann. Unabhängig von der unmittelbaren Entscheidung über die Vergabe der Stadthalle, will die ÖVP aber einen Arbeitskreis ins Leben rufen, um über ein künftiges neues Veranstaltungszentrum zu beraten.

Schon bisher hatte die ÖVP mehrfach urgiert, dass die Stadthalle nicht mehr zeitgemäß sei und mit den Planungen für eine neue Eventlocation begonnen werden sollte. „Wir haben einen Arbeitskreis gegründet, in dem wir uns mit Experten und Veranstaltungsprofis austauschen wollen hinsichtlich Standortfrage, Größe, Infrastruktur, etc. Ein perfekter Standort hat sich eigentlich schon herauskristallisiert, jetzt geht es um die Kosten und ein effizientes Bespielen der Location“, erklärt Altmann, dass man auch die Kulturschaffenden in der Gemeinde einbinden wolle. „Das sind aber noch zukünftige Schritte“, so der ÖVP-Sprecher. Der Stadtchef zeigt sich darüber zwar überrascht. Er habe davon nichts gewusst, aber: „Ich würde mich freuen, wenn aus der anderen Hälfte des Gemeinderats auch Aktivitäten kommen“, so Weil.

Für Grünen-Sprecher Roman Kral ist jedenfalls klar, dass es keinen Grund gebe, die Stadthalle neuerlich auszuschreiben. „Wir hatten schon eine Ausschreibung. Jetzt gilt es, Gespräche mit dem Zweitgereihten zu führen“, bekräftigt Kral erneut, dass ihm das von Thomas Mayer eingereichte, sehr kulturaffine Konzept von Anfang an besser gefallen habe. Dabei habe es noch einige Fragen zu klären gegeben. „Bis zur Klubsprecher-Sitzung müssen die offenen Fragen geklärt sein, dann steht einer Vergabe nichts im Weg“, meint Kral.

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