Streit um Graffiti-Aktion. Brucks Kulturstadträtin Petra Weber-Einramhof (SP) hätte sich bessere Absprache und mehr Brucker Jugendliche gewünscht. Organisator Roman Kral (Grüne) kontert der Kritik.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 09. Juli 2014 (09:29)
NOEN, privat
Grünen-Gemeinderat und operativer Erbse-Chef Roman Kral versteht die Aufregung nicht.
Die Schutzwände rund um die Einfahrt zur Rathaus-Baustelle lachen Fußgängern seit kurzem bunt zu. Grund dafür ist eine Graffiti-Aktion des Bruckneudorfer Kulturzentrums Erbse. Mithilfe des Wiener Künstlers Jeremias Altmann konnten Jugendlichen die Wände verzieren, eine Hälfte stand zur freien Verfügung, die andere gestaltete der Graffiti-Experte (die NÖN berichtete).

Doch die Organisation der Veranstaltung stieß Brucks SP-Kulturstadträtin Petra Weber-Einramhof sauer auf. „Ich hätte mir erhofft, dass mehr Brucker Jugendliche eingebunden werden“, moniert sie. Zudem habe Organisator und Grünen-Gemeinderat Roman Kral erst zwei Wochen vor dem Workshop den Event bekannt gegeben. „Das Thema hätte auch im Ausschuss der Gruppe 3 (Kunst, Kultur und Kultus, Anm.) besprochen gehört“, kritisiert sie. Grundsätzlich stehe sie dem Projekt aber natürlich positiv gegenüber.

„Der Ablauf ist nichts ungewöhnliches“

Wenig Verständnis für die Kritik Weber-Einramhofs zeigt Roman Kral. Denn ursprünglich hätte der Workshop über die Volkshochschule laufen sollen, dort meldeten sich aber zu wenige Teilnehmer an. „Das war zwei Wochen vor dem Kurs“, so Kral. Daher musste er kurzfristig umdisponieren und daher sei für eine Besprechung im Ausschuss keine Zeit gewesen.

Er unterstreicht jedoch, dass es eine parteiübergreifende Zustimmung in der Fraktionsführersitzung dazu gab. „Der Ablauf ist nichts ungewöhnliches“, betont er. Zudem merkt er an: „Jemand, der wie Petra Weber-Einramhof im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.“