"Tafel"-Hilfe bleibt aufrecht. In Bruck verzeichnet die Tafel mehr Lebensmittel denn je.

Von Susanne Müller. Erstellt am 29. März 2020 (05:50)
Überschuss in den Supermärkten: Das Brucker Rot-Kreuz-Fahrzeug war bis zur Decke mit Lebensmitteln für die „Tafel“ gefüllt.
Eigner

Auch die „Tafel“ des Roten Kreuzes in Bruck verzeichnet seit Beginn der Coronakrise enorme Zuwächse bei den Lebensmitteln, die sie von den Supermärkten erhält. „Wir haben sicher um 30 bis 40 Prozent mehr Ware als sonst bekommen“, schildert Ernst Eigner, Leiter der „Team Österreich Tafel“ in Bruck.

Nach den massiven Hamsterkäufen, die sich bei Inkrafttreten des Maßnahmen-Pakets im Bezirk abspielten, hätten sich die Firmen wohl mehr auf Lager gelegt. Vieles davon wurde dann aber offensichtlich doch nicht verkauft. Und Bedarf hat man bei der „Tafel“ natürlich. Denn auch zuletzt seien hier nicht weniger Klienten als sonst gekommen.

„Aber alle sind vorsichtiger und leisten dem Folge, was wir sagen“, erzählt Eigner, dass man schon seit zwei Wochen mit besonderen Vorkehrungen für die Sicherheit der Mitarbeiter und Klienten sorge. Und die Maßnahmen wurden zuletzt weiter verschärft. Nachdem vor einer Woche nur auf entsprechenden Abstand und die Verwendung der Desinfektionsmittel geachtet wurde, habe man am vergangenen Samstag die Lebensmittel-Pakete schon vorbereitet und den Klienten zur Abholung bereitgestellt. „Die Tafel bleibt auf jeden Fall geöffnet“, will Eigner Gerüchten einer Schließung entgegenwirken.

Problematisch sei jedoch, dass die Zahl der freiwilligen Mitarbeiter abgenommen habe. „Unsere Mitarbeiter gehören aufgrund ihres Alters zu 80 Prozent zur Risikogruppe. Einige kommen daher derzeit nicht mehr. Da sind wir schon ziemlich am Limit“, lässt Eigner nicht unerwähnt. Ein Lieferservice, wie es eben bei anderen „Tafel“-Organisationen derzeit angedacht oder schon umgesetzt wird, kommt daher für Bruck nicht infrage. „Dafür fehlt uns schlichtweg das Personal“, meint Eigner.