Tourismus-Themen sind definiert. Die Stadt will sich mit ihrer Geschichte und „G‘schichtln“ für Besucher neu positionieren.

Von Susanne Müller. Erstellt am 31. Juli 2019 (04:00)
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Der Harrachpark soll eine zentrale Rolle bei den Touren durch die Stadt spielen.

Seit Anfang 2018 arbeitet Bruck an einem neuen Tourismus-Konzept. In der ersten Phase des geförderten LEADER-Projekts wurden dazu unter fachlicher Begleitung Themenfelder ausgearbeitet, rund um die sich die touristische Vermarktung drehen wird. „Geschichte und G’schichtln“ sind nun das Leitmotiv, zu dem verschiedene Touren entwickelt werden. Denn, so die Idee dahinter, über Bruck gibt es viel zu erzählen. Thematische Routen durch die Stadt, die Einheimischen und Gästen die Angebote und Besonderheiten Brucks auf sympathische, informative und unterhaltsame Weise näherbringen sollen, sollen nun in der zweiten Phase des Projekts ausgearbeitet werden.

Der Harrachpark soll dabei eine zentrale Rolle spielen. „Wir sind keine Tourismus-Stadt, das Ziel dabei ist es, vor allem Tagestouristen anzusprechen“, erklärt SP-Bürgermeister Gerhard Weil. Für die Phase II wurde im Juni im Gemeinderat grünes Licht gegeben. Neben der Erarbeitung der Touren, sollen dabei auch die Entwicklung neuer Events und Schwerpunkte im Mittelpunkt stehen. Erste Ideen dazu gibt es bereits. So könnten dabei Brucker Betriebe ihre Geschichten erzählen. Erste Teile sollen in dieser Phase auch bereits umgesetzt werden. Die endgültige Umsetzung der gesamten Tourismus-Strategie ist für die Phase III dann ab dem kommenden Jahr geplant.

Angebot der Stadt wird gebündelt

„Das vielfältige Angebot der Stadt wird strukturiert und gebündelt. Es spricht Erholungssuchende, Kulturinteressierte, Sport- und Naturbegeisterte gleichermaßen an. Das eröffnet neue Chancen und setzt somit auch neue wirtschaftliche Impulse“, betont Wirtschafts- und Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav, dass ein schlüssiges Gesamtkonzept die touristischen Besonderheiten sicht- und spürbar mache. „Das hilft, die Anzahl der Gäste zu erhöhen und sie länger in der Stadt zu halten“, so Bohuslav.

Konkret ausgearbeitet wird das Ganze in einer Arbeitsgruppe, in der politische Mandatare der Stadt ebenso vertreten sind, wie Vertreter von Römerland Carnuntum, des Tourismusverbands und aus der Bevölkerung.

Römerland Carnuntum-Obmann Hans Rupp sieht in dem Tourismus-Konzept die Strukturen und Potenziale der Stadt berücksichtigt. „Durch die Einbindung von lokalen Betrieben und der Bevölkerung ist sichergestellt, dass das Projekt die gewünschten Ergebnisse bringt“, so Rupp.

Neben der Förderung durch Römerland Carnuntum über Mittel des Landes und der EU, wurde nun auch die Unterstützung durch die „ecoplus“-Regionalförderung beschlossen.

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