Umdenken: Neue Pläne für zwei wertvolle Flächen. Ehemaliges Schneider-Grundstück wird zu Parkplatz. Stadtgraben soll naturbelassener bleiben, aber geöffnet werden.

Von Susanne Müller. Erstellt am 28. September 2018 (05:10)
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VP-Stadtrat Ronald Altmann, Bürgermeister Gerhard Weil und Vizebürgermeister Roman Brunnthaler (beide SP) auf dem ehemaligen Schneider-Grundstück, das in den nächsten Tagen als kostenlose Parkfläche geöffnet werden soll.
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Mit Weitblick hat sich die Stadt 2013 entschlossen, das ehemalige Schneider-Grundstück in der Tegetthoffgasse anzukaufen. Den Kontakt stellte VP-Stadtrat Ronald Altmann damals als Immobilien-Gemeinderat her. Er hatte zahlreiche Ideen für eine Nutzung des Grundstücks.

Das Gelände, auf dem sich im Wesentlichen nur ein Tennisplatz hinter einer Mauer verbarg, verbindet immerhin die Innenstadt mit dem Stadtgraben – allerdings nur durch eine schmale Tür. Und dabei sollte es auch bleiben, lautete das Urteil des Bundesdenkmalamts. Das war mit ein Grund, warum das groß angelegte Stadterneuerungs-Projekt für den Stadtgraben letztendlich nicht umgesetzt wurde.

Deutlich mehr Platz am neuen Parkplatz

In der vorliegenden Form wird es das wohl auch nicht mehr. Denn nun gibt es für das Schneider-Grundstück andere Pläne. Tennisplatz und Mauer wurden bereits abgerissen. Auf dem Areal entsteht ein neuer kostenloser Parkplatz, weil auf dem genau gegenüberliegenden bisherigen Parkplatz Wohnungen errichtet werden sollen (die NÖN berichtete). Der neue Parkplatz wird noch dazu deutlich größer sein als der bisherige.

Außerdem hat Neo-Stadtchef Gerhard Weil für den Stadtgraben andere Pläne. „Ich will den Stadtgraben schon angehen“, sagt Weil. Doch das Gelände bei der Stadtmauer soll ursprünglicher und rustikaler bleiben als das beim Stadterneuerungs-Projekt vorgesehen gewesen wäre. „Mir haben zum Beispiel der historische Markt und das Kräuterfest im Graben sehr gut gefallen. Das hat genau gepasst“, schwebt Weil Ähnliches für die Zukunft vor.

Abseits von Veranstaltungen soll der Graben aber auch für die Bevölkerung geöffnet werden. Er will den ursprünglichen Charakter erhalten, aber befestigte Wege und Plätze einrichten. Angedacht sind auch Spielzonen für Kinder. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen will sich Weil demnächst der Ideenfindung widmen, wie ein „verträgliches Projekt“ für den Stadtgraben umgesetzt werden kann.