Veranstaltungshalle in ferner Zukunft

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 05:57
Lesezeit: 3 Min
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Die Stadthalle wird wohl noch länger als Veranstaltungslocation für größere Events genutzt werden.
Foto: Susanne Müller
Die ÖVP fordert die Planung einer neuen Halle beim Parkbad in Bruck. Stadtchef Gerhard Weil sagt, es würden mehrere Varianten überlegt.
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Noch im Jänner soll die Betriebsstättengenehmigung für die Stadthalle vorliegen, so hofft man zumindest bei der Stadtgemeinde. An der Umsetzung der dafür nötigen Maßnahmen wurde jedenfalls fieberhaft gearbeitet. Schließlich soll mit der Faschingssitzung am 10. Februar die erste Veranstaltung über die Bühne gehen.

Gleichzeitig werde laut ÖVP-Sprecher Ronald Altmann aber von der Gemeindeführung nun der Weg verfolgt, die Sporthalle Fischamender Straße so zu adaptieren, dass sie auch für Veranstaltungen geeignet ist, die nicht sportlicher Natur sind. Auch zusätzliche Parkplätze sollen dort geschaffen werden. Bei der ÖVP hält man von dieser Idee jedoch wenig.

Sporthallen-Lösung wird nicht für gut befunden

„Mir scheint das eine Notlösung zu sein, weil eben kein Geld da ist. Aber das ist der falsche Weg“, meint Altmann. Die Sporthalle befinde sich im bewohnten Gebiet. Beschwerden seien also auch dort vorprogrammiert. „Die Parkplatznot in der Siedlung gegenüber ist ohnehin groß“, so Altmann. Zudem sei eine Sporthalle für elegantere Veranstaltungen wie Bälle keine gute Lösung.

Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) bestätigt auf NÖN-Anfrage jedoch ohnehin nicht, dass dies notwendigerweise die Richtung ist, in die man gehen will. „Es gibt viele Visionen, aber noch nichts Definitives“, betont Weil. Eine der Varianten, die angedacht würden, sei zwar, die Sporthalle „à la Limeshalle“ zu adaptieren. Er selbst sei davon aber auch nicht überzeugt: „Die Sporthalle ist schon von den Sportvereinen sehr stark frequentiert, das könnte ein Problem werden.“

Altmann schlägt indes vor, das Grundstück bei der Parkbad-Straße, das schon seit Jahren in Gemeindebesitz ist, für den Neubau einer modernen modularen Halle zu verwenden. Die Bewohnerin des Grundstücks, die darauf noch das Wohnrecht hatte, ist vor kurzem verstorben, wodurch die Fläche für die Stadt frei zur Nutzung wurde. Das Areal ist rund 3.000 Quadratmeter groß und grenzt direkt an den Parkplatz des Parkbads an. „Es liegt auch verkehrsgünstig und weitab von bewohntem Gebiet“, sieht Altmann nur Vorteile. Er spricht sich dafür aus, dass eine neue Halle so errichtet wird, dass sie auch in einzelnen Modulen genutzt werden kann, etwa für Seminare oder kleine Messen. Den Umstand, dass es derzeit an Geld fehlt, lässt Altmann nur zum Teil gelten. „Dann muss man eben so wirtschaften, dass das leistbar wird. Man könnte hier viel Wertschöpfung herholen. Außerdem könnte man das Stadthallen-Grundstück sicher um eine Million Euro verkaufen“, so Altmann.

Weil hat aber auch hierzu Bedenken: „Von dieser Möglichkeit wissen wir natürlich schon, seit wir das Grundstück vor fünf Jahren gekauft haben.“ Fakt sei, dass Veranstaltungshallen meist finanzielle Abgänge verursachen. „Wir haben das Stadttheater und für größere Events die Stadthalle. Es wird irgendwann etwas Neues kommen, dafür gäbe es mehrere Möglichkeiten“, so Weil.

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