Weinbau-Museum sucht Heimat

Heide Rosner hat die Villa Vinum am Stadtrand von Bruck verkauft. Das darin beheimatete Weinbau-Museum soll aber nach Möglichkeit erhalten werden.

Susanne Müller
Susanne Müller Erstellt am 10. September 2021 | 05:28
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Heide Rosner inmitten der historischen Stücke.
Foto: Susanne Müller

Seit Heide Rosner 2019 in Pension ging, hatte sie für die Villa Vinum einen Abnehmer gesucht – und im Vorjahr gefunden. Die Veranstaltungsräumlichkeiten samt Weinbau-Museum wurden von einer Immobilienfirma erworben, die für das Gebäude anderweitige Pläne haben dürfte.

Das Inventar des Weinbau-Museums gehört allerdings nach wie vor der Familie Rosner. „Bis Mitte September müssen wir ausziehen“, erzählt Rosner, dass sie für die geschichtsträchtigen Stücke schon seit geraumer Zeit eine neue Heimat sucht.

„Am schönsten wäre es natürlich, wenn alles zusammen bleibt“, sagt Rosner. Mittlerweile ist sie aber auch schon froh, wenn die Museumsstücke einfach erhalten werden können. Denn, für die gesamte Ausstellung braucht es einiges an Platz.

Bislang waren die historischen Utensilien aus dem Weinbau und der Kellerwirtschaft auf rund 170 Quadratmetern aufgebaut. „So viel Platz hat niemand“, erzählt Rosner, dass sie schon zahlreiche Museen, Winzer und Ähnliches in der Region abgeklappert hat – bislang alles ohne Erfolg.

„Es tut mir leid um die Stücke, und auch um die Führungen“, so Rosner. In den zehn Jahren seit der Eröffnung im Jahr 2009 hat sie rund 10.000 Besucher durch das Museum geführt.

Alle Arbeitsschritte werden gezeigt

„Uns war es ein Anliegen zu zeigen, wie früher gearbeitet wurde“, erzählt Rosner, dass im Museum sämtliche Verarbeitungsschritte – vom Weingarten bis zur Flaschenabfüllung – dargestellt waren. Unter den Ausstellungsstücken befindet sich unter anderem eine Weinpresse aus dem Jahr 1864. „Die meisten anderen Stücke sind um die 100 Jahre alt“, so Rosner.

Interessenten mögen sich unter 0699 10 300 890 melden.