Zehn schwer verwahrloste Hunde gerettet. Im Bezirk wurden zehn Hunde und zwei Graupapageien aus extrem schlechter Haltung ins Tierheim gebracht.

Von Susanne Müller. Erstellt am 10. April 2019 (05:11)
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Die Hunde hatten durch extremen Flohbefall zum Teil schlimme Hautprobleme und verfilztes Fell und mussten deshalb geschoren werden.

Zehn Hunde und zwei Graupagageien mussten ihrer Besitzerin vor wenigen Tagen abgenommen werden. Die Tiere befanden sich allesamt in einem schrecklichen Zustand. Sie waren über lange Zeit verwahrlost und und zum Teil bereits in einem bedenklichen Gesundheitszustand. Einige von ihnen sind zumindest auf einem Auge blind.

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Die Papageien wurden vom Schildkröten-Verein „Respekturtle“ übernommen. Dieser hier ist noch sehr jung. Der andere ist bereits über 40 Jahre alt, blind und hatte einen Schnabelbruch. 

Die Graupapageien wurden vom Verein „Respekturtle“ aufgenommen. Die Hunde wurden ins Brucker Tierheim gebracht, wo sie sich derzeit noch in Quarantäne befinden. Bei den Tieren handelt es sich um unterschiedliche kleinwüchsige Rassen, wie Chihuahua, Pekinesen- und Pinschermischlinge, sowie eine ehemalige Straßenhündin aus dem Auslandstierschutz. „Alle Hunde wurden medizinisch erstversorgt. Viele von ihnen sind unter- bzw. mangelernährt und haben aufgrund starken Flohbefalls Hautprobleme“, schildert Obmann-Stellvertreterin Anna Zwettler, dass die Hunde zum Teil geschoren werden mussten.

Weitere medizinische Untersuchungen sollen noch in dieser Woche folgen. „Wir gehen davon aus, dass bei einem Hund eine Operation notwendig sein wird, zudem wird bei allen Hunden ein Blutbild erstellt“, erzählt Zwettler. Einigen Hunden mussten Zähne gezogen werden. Die ehemalige Straßenhündin sei extrem ängstlich und traue sich kaum aus dem Innenbereich heraus. Deshalb habe das Tierheim-Team eine qualifizierte Trainerin für sie organisiert. „All das wird sehr viel Geld kosten“, weiß Zwettler. Im Tierheim hofft man daher auf Unterstützung bei der finanziellen Last, aber auch auf Sachspenden. „Dringend brauchen wir Gastro- oder Sensitivfutter. Fleckerlteppiche oder Badezimmerteppiche können wir ebenfalls sehr gut gebrauchen. Geldspenden können direkt ans Konto des Tierheims unter dem Kennwort „Wuschel“ getätigt werden“, sagt Zwettler.