Corona-Einsatz: Das Heer bereitet sich vor. 200 Soldaten werden derzeit am Truppenübungsplatz Bruckneudorf für ihre Aufgaben geschult.

Von Otto Havelka. Erstellt am 24. März 2020 (08:39)
In der Benedekkaserne wird derzeit für einen Einsatz der Soldaten in der Coronakrise geübt. Etwa 200 Soldaten werden dort unter anderem im Umgang mit medizinischer Schutzausrüstung trainiert.
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Bis zu 2.400 Soldaten sollen laut Bundesregierung während der Corona-Krise die Exekutive im Rahmen eines polizeilichen Assistenzeinsatzes entlasten. Rund 200 von ihnen werden derzeit am Truppenübungsplatz (TÜPl) geschult. „In der ersten Phase werden vor allem Kadersoldaten und Kaderanwärter der Jäger und der Pioniere eingesetzt“, erklärt TÜPl-Kommandant Markus Ziegler.

Geübt wird etwa der Umgang mit medizinischer Schutzausrüstung oder wie Personenkontrollen und Führerschein-Abnahmen „unter Einhaltung aller Maßnahmen, die zur Eindämmung des Covid-Virus angeordnet sind, durchgeführt werden sollen“, so Ziegler. Im Grunde genommen sei die Ausbildung die gleiche wie sonst, nur eben „unter anderen Voraussetzungen und mit anderen Techniken“, ergänzt Ziegler. Dabei wird auch weiterhin Scharfschießen am TÜPl trainiert.

 In der ersten Phase werden vor allem Kadersoldaten und Kaderanwärter der Jäger und der Pioniere eingesetzt.“ TÜPl-Kommandant Markus Ziegler.

 Auch innerhalb der Kaserne gelten dabei strenge Regeln. So wird etwa bei Schulungen nur jeder dritte Sitz besetzt. Auch wurden zwei zusätzliche Speisesäle eingerichtet, um für entsprechenden Abstand beim Essen sorgen zu können.

Wann und wo die Soldaten ihren Corona-Einsatz antreten, soll laut Ziegler im Laufe dieser Woche entschieden werden.