Erste Volksschule soll schon 2018 starten. Mit dem Kauf des „erbse“-Areals durch die OSG sollen sich für die Gemeinde vielversprechende Perspektiven ergeben.

Von Otto Havelka. Erstellt am 11. Mai 2017 (15:37)
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Noch schwer zu glauben: In diesem Gebäude könnte schon ab Herbst 2018 eine Volksschule mit acht Klassen und einem Turnsaal installiert sein.
NOEN, Havelka

„Wenn alles glattgeht, könnte schon im Herbst 2018 die erste Volksschule in Bruckneudorf ihre Pforten öffnen“, gibt sich SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker zuversichtlich. Nur eine Woche nachdem die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) das Areal der Reindl Agrarhandel GmbH samt „erbse“ aufgekauft hat , präsentierte Dreiszker dem Gemeinderat eine „Machbarkeitsstudie“ für die Einrichtung einer Volksschule samt Kulturzentrum in der denkmalgeschützten k.u.k. Erbsenschälfabrik.

Historischer Gebäudekomplex wird zur Volksschule

Bundesdenkmalamt und Land Burgenland haben das Projekt bereits für tauglich erklärt. In dem historischen Gebäudekomplex soll eine Volksschule mit acht Klassen samt Turnsaal eingerichtet werden. Eine Erweiterung auf zwölf Klassen ist eingeplant. Daneben soll das Kulturzentrum „erbse“ samt Museum im Dachgeschoss adaptiert werden. Ein entsprechender Grundsatzbeschluss soll noch vor dem Sommer vom Gemeinderat abgesegnet werden. Danach werden Detailplanungen inklusive Kostenschätzungen in Auftrag vergeben. Die OSG hat ihrerseits zugesagt, den 0,8 Hektar großen Gebäudekomplex nach Wünschen der Gemeinde zu gestalten.

Eine Jahrhundert-Chance für Gemeinde

„Das ist eine Jahrhundert-Chance für die Gemeinde“, ist Dreiszker überzeugt. Auch VP-Gemeindeparteiobmann Martin Hilmbauer schließt sich dieser Meinung an. Die FP-Fraktion plädiert allerdings für den Neubau einer Schule, statt sie in der „erbse“ unterzubringen. Somit könnte das Thema bei den bevorstehenden Gemeinderatswahlen im Herbst kräftig aufgekocht werden.

Und dann wäre da noch die Vereinbarung mit Bruck zu klären: Bislang beteiligte sich Bruckneudorf an den Kosten für die Volksschulen in Bruck, da diese auch von Bruckneudorfer Kindern besucht werden. Nun könnte die neue Volksschule auch für Brucker Kinder attraktiv sein. Dann müsste aber eine neue Finanz-Regelung gefunden werden.